Autor: Hannes Koch

  • „Unternehmen können nicht dauerhaft wachsen“

    Rio+20: Ökonom André Reichel plädiert für Geschäftsmodelle, die ohne Expansion auskommen Hannes Koch: Eine „nachhaltige Entwicklung“ propagiert der UN-Gipfel in Rio. Muss die Wirtschaft auf Wachstum verzichten, damit Ökologie keine Worthülse bleibt? André Reichel: Ja, einiges spricht dafür, dass ein Wirtschaftswachstum wie in den vergangenen 60 Jahren und der eigentlich notwendige sorgsamere Umgang mit der Weiter lesen

  • Merkels Europa droht zu scheitern

    Kommentar von Hannes Koch zu Griechenland und zur Euro-Krise Die Euro-Krise scheint mittlerweile ein kaum noch zu entwirrendes Knäuel von Gefahren, Risiken, Vorschlägen, Milliardensummen und gegenseitigen Schuldzuweisungen zu sein. Bei einem nüchternen Blick von außen – soweit dieser möglich ist – fällt jedoch auf: Der bisherige Lösungsansatz funktioniert nicht. Zwei Jahre und gefühlte zehn Rettungsaktionen Weiter lesen

  • Tanken oder den Hauskredit bezahlen?

    Die Abhängigkeit von teurer, fossiler Energie als Schwäche der Weltordnungsmacht USA Das ist eine erstaunliche Nachricht: Kein Land der Welt investierte 2011 mehr Geld in die erneuerbaren Energien als die USA. Mit über 40 Milliarden Dollar standen die Vereinigten Staaten auf Platz 1, dann folgten China und Deutschland. Zum Bild von Amerika als erdölsaufendem Dinosaurier Weiter lesen

  • Reiche sollen die Hälfte abgeben

    Ökonomen fordern Spitzensteuersatz von 49 Prozent für extrem wohlhabende Bundesbürger Internationale Ökonomen schlagen vor, die Steuern für reiche Bürger deutlich zu erhöhen. „In Deutschland sollte der Spitzensteuersatz in Richtung 49 Prozent steigen“, sagte Stefan Bach vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Heute beträgt der höchste Satz 45 Prozent. Beim Kongress des Instituts über „Höhere Reichensteuern“ Weiter lesen

  • Grüne Schuhe mit sozialen Nachteilen

    Fußball-EM: Sportartikelhersteller Puma kann Vorwürfe wegen zu schlechter Löhne nicht ausräumen Man kann jetzt Sportschuhe auch aus Müll herstellen. Wie bitte? Mit dieser Ansage geht die Sportartikelfirma Puma neuerdings ins Rennen um öko-inspirierte Konsumenten. Das Schuh-Modell „Re-Suede“ besteht zum guten Teil aus recyceltem Polyester. Vorteil: Energieverbrauch und CO2-Austoß bei der Produktion sinken um 80 Prozent. Weiter lesen

  • „Die Preise unserer Produkte würden deutlich steigen“

    Puma könne nicht einfach die Löhne in den Entwicklungsländern anheben, sagt Vorstand Reiner Seiz Hannes Koch: Puma ist in mancher Hinsicht ein vorbildliches Unternehmen. Und doch arbeiten die Beschäftigten in den weltweiten Zulieferfabriken oft unter schlechten Bedingungen. Warum ist Puma nicht konsequent? Reiner Seiz: Wir sind als Unternehmen sehr konsequent, denn wir haben seit mehr Weiter lesen

  • Schufa schielt nach Facebook-Daten

    Die Firma möchte herausbekommen, ob Informationen aus sozialen Netzwerken zur Kreditbewertung der Bundesbürger taugen Die Schufa, die die Kreditwürdigkeit der Bundesbürger prüft, möchte zusätzliche Persönlichkeitsdaten aus dem Internet gewinnen. Zu diesem Zweck hat die private Firma aus Wiesbaden ein Forschungsvorhaben mit dem Hasso-Plattner-Institut der Uni Potsdam vereinbart. Man will unter anderem herausbekommen, welche in sozialen Weiter lesen

  • Strom ist kein Armutsfaktor

    Kommentar zum steigenden Strompreis von Hannes Koch Millionen Bürger in Deutschland sind arm, weil sie keine Arbeit haben oder wenig Geld verdienen. Dies sind die Gründe für soziale Benachteiligung, nicht der steigende Preis für elektrische Energie. Dass Strom ein Armutsrisiko darstelle, behauptet jedoch eine merkwürdige Koalition aus FDP, Industrievertretern und Verbraucherlobbyisten wie Holger Krawinkel. Indem Weiter lesen

  • Die Show geht dem Ende entgegen

    Reinhard Loske sucht nach der „guten Gesellschaft ohne Wachstumszwang“ Mal ehrlich: Darf man glauben, dass unsere große Wohlstands- und Wachstumsshow nach der Finanz- und Eurokrise genau so weitergeht wie vorher? Kanzlerin Angela Merkel sagt „ja“. Linke und linksliberale Ökonomen wie Heiner Flassbeck, Paul Krugman, Joseph Stiglitz, selbst Investoren wie George Soros sagen auch „ja“ – Weiter lesen

  • Stromkabel-Bauer bitten Bürger um Kritik

    Netzbetreiber planen 2.800 Kilometer neuer Starkstromleitungen. Jeder kann Stellung nehmen. Innerhalb der kommenden fünf Jahre sollen rund 2.800 Kilometer zusätzlicher Höchstspannungsleitungen durch Deutschland gebaut werden. Damit wollen die vier großen Netzbetreiber unter anderem den Windstrom von der Nordsee nach Süddeutschland schicken. Am Mittwoch gaben die Unternehmen die wahrscheinlichen Anfang- und Endpunkte bekannt.   Ingesamt wollen Weiter lesen

  • Beteiligung ist möglich – aber wenige wissen davon

    Zum Plan für die neuen Stromleitungen kann jeder Bürger Stellung nehmen Stellen Sie sich vor, es gibt Bürgerbeteiligung, und kaum jemand greift ein. Diese merkwürdige Situation könnte wieder eintreten, wenn am Mittwoch der bundesweite Plan für die neuen Stromleitungen vorgestellt wird. 2011 gab es bereits einen ähnlichen Verfahrensschritt – und kaum ein Bürger nahm davon Weiter lesen

  • Die Blockade lässt sich lösen

    Kommentar zum Ausbau des Stromnetzes von Hannes Koch Deutschland ist ein blockiertes Land, so scheint es. Kaum wird irgendein größeres Vorhaben geplant oder gebaut, stehen zehntausende Bürger auf, gründen Initiativen, klagen und verzögern. Bahnhof Stuttgart 21, Flughafen Berlin, neuerdings der Bau von Stromleitungen für die Energiewende: Die Anliegen der einzelnen Anwohner und die Interessen der Weiter lesen

  • „Am Ende werden sich vielleicht einige ärgern“

    Bundesnetzagentur-Chef Homann fordert die Bürger auf, sich an der Debatte über die neuen Stromtrassen zu beteiligen. Veröffentlichung der Planung am Mittwoch Hannes Koch: Herr Homann, wenn die Energiewende ein Marathonlauf wäre, welche Strecke hätten wir dann bisher zurückgelegt? Jochen Homann: Wir haben fünf Kilometer hinter uns. Da, wo die ersten Läufer anfangen zu schwitzen. Jetzt Weiter lesen

  • Wende mit Geduld

    Kommentar zum Energiegipfel von Hannes Koch Die Energiewende ist kein Desaster, sondern ein Generationenprojekt. Insgesamt wird es 40 bis 50 Jahre dauern, von nuklear-fossiler auf regenerative Energieversorgung umzusteigen. Angesichts dieses langen Zeitraums sind manche aktuellen Probleme, die auf den ersten Blick höchst kompliziert aussehen, nur kleine Klippen, die die Politik mit etwas Geduld ohne Schwierigkeiten Weiter lesen

  • Neue Öko-Umlage soll Windparks finanzieren

    Bundesregierung erwägt Aufschlag auf Stromrechnung Auf die Stromverbraucher kommen zusätzliche Kosten zu. Mittels eines neuen Aufschlages auf den Strompreis will die Bundesregierung die Kunden – vornehmlich private Verbraucher, aber auch Firmen – an den Ausgaben für die Windparks auf Nord- und Ostsee beteiligen. Das Thema steht auf der Tagesordnung des Gesprächs über die Energiewende zwischen Weiter lesen

  • Ein Skandalschreiber schafft sich ab

    Thilo Sarrazins neues Buch „Europa braucht den Euro nicht“ ist erstaunlich normal Dies ist ein unspektakuläres Buch. Im Ton meist sachlich und argumentativ, verzichtet Thilo Sarrazin weitgehend auf die provokativen Thesen, die seinen Bestseller „Deutschland schafft sich ab“ nach dem Erscheinen 2010 zum Skandal machten. Am Dienstag kommt das neue Werk des SPD-Mitglieds, früheren Berliner Weiter lesen

  • Gefährliche Wette

    Kommentar zum Börsengang von Facebook von Hannes Koch „Dot.Com“ werden Internetfirmen häufig genannt – wegen des Punktes (englisch „dot“) in ihrer Netzadresse. Als kleinen Witz ersetzte man diese Bezeichnung vor zwölf Jahren häufig durch „dead.com“. Das spiegelte den damaligen Zusammenbruch der großen Spekulationsblase rund um die Internetwirtschaft wieder. Anlegern, die heute Aktien der US-Firma facebook.com Weiter lesen

  • Merkel gerät aus dem Takt

    Kommentar zum Rauswurf Norbert Röttgens Wer von der Bundesregierung vernünftige Politik erwartet, schüttelt über den Rauswurf von Norbert Röttgen den Kopf. Kanzlerin Angela Merkels hektische Entscheidung, den für die Wahlniederlage in NRW hauptverantwortlichen Bundesumweltminister komplett zu entsorgen, ist eher ein Zeichen der Schwäche, als der Stärke. Denn für CDU-Verhältnisse war Röttgen ein passabler Umweltminister. Er Weiter lesen