Autor: Hannes Koch

  • Gürtel enger schnallen trotz Aufschwung

    Die Bundesregierung erhöht ihre Wachstumsprognose 2010 auf 3,4 Prozent. Die Steuereinnahmen steigen. Muss der Staat jetzt mehr oder weniger sparen? Eine optimistische Prognose für die wirtschaftliche Entwicklung veröffentlichte am Donnerstag die Bundesregierung. Um 3,4 Prozent soll die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr steigen, sagte Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP). Damit lägen die Folgen der Wirtschaftskrise bald hinter Weiter lesen

  • Gutscheine und Geld für bessere Bildung

    Bundesregierung beschließt neues Bildungspaket für bedürftige Kinder. Neben Gutscheinen kann auch direkt Geld fließen. 2,3 Millionen Kinder haben rechnerisch einen Anspruch auf 250 Euro pro Kopf und Jahr Die Bundesregierung vereinfacht die neue Bildungsförderung für bedürftige Kinder. Während die Eltern nach den bisherigen Plänen von Sozialministerin Ursula von der Leyen (CDU) Gutscheine hätten beantragen müssen, Weiter lesen

  • Quittung für das Leben

    Mehr ökonomische Grundbildung an deutschen Schulen fordern die Wirtschaftsverbände – wieder einmal. Dabei praktizieren tausende Schulen bereits eine Variante, die moderner und praxisnäher kaum sein könnte. In Schülerfirmen lernen Teenager, wie man investi Die 16jährige Susanne Ober erlernt gerade ein paar Grundkompetenzen, die vielen jungen Leuten fehlen. „Bis vor Kurzem konnte ich keine Quittung schreiben“, Weiter lesen

  • Teuer, aber lebenswichtig

    Kommentar zu steigenden Ökostrom-Kosten von Hannes Koch Mit den Kosten des Ökostroms ist es wie mit der Rente. Heute nerven die Ausgaben, in 30 Jahren will auf die Einnahmen aber garantiert niemand verzichten. Diesen Zusammenhang sollten sich alle diejenigen klarmachen, die jetzt verlangen, die Förderung des Ökostroms einzudampfen oder gar abzuschaffen. Gewiss: Elektrische Energie wird Weiter lesen

  • Bald sinken die Kosten für Ökostrom

    Noch steigt die Belastung der privaten Haushalte durch die Erneuerbaren Energien. Aber in einigen Jahren ist der Höhepunkt erreicht. Dann gehen die Zusatzkosten zurück Etwa 60 Euro pro Jahr muss ein Durchschnittshaushalt bald mehr zahlen – wegen der Förderung der Erneuerbaren Energien. Die Anhebung der Ökostrom-Umlage, die alle privaten Verbraucher entrichten, hat deshalb eine heftige Weiter lesen

  • Merkels Aufschwung und Risiko

    Leitartikel zur Wirtschaftsprognose von Hannes Koch Als Gerhard Schröder 1998 die Kanzlerschaft errang, reklamierte er den folgenden Wirtschaftsaufschwung flugs für sich. Das war Polemik und hatte mit den Fakten nicht viel zu tun. Heute dagegen könnte Schröder zu Recht sein früheres Mitwirken am aktuellen Boom rühmen. Nicht zuletzt die viel geschmähten Hartz-Reformen waren es, die Weiter lesen

  • Der alte Mann und der Stein

    Martin Herrenknecht ist der wichtigste Tunnelbauer des Globus. Heute vollendet seine Riesen-Bohrmaschine den 57 Kilometer langen Gotthard-Tunnel in der Schweiz – Weltrekord Den Acker pflügen, nach Erz graben, Werkzeuge schmieden. Menschliche Arbeit im ursprünglichen Sinne ist harter und schmutziger Kampf mit der Natur. Von diesen elementaren Tätigkeiten scheint unser modernes Leben in Büros, Flugzeugen und Weiter lesen

  • Städte in der Vergeblichkeitsfalle

    Auch relativ wohlhabende Städte wie Leipzig und Freiburg verlangen mehr Geld und Kompetenzen. Kritik am Wegfall der kommunalen Gewerbesteuer, den die Bundesregierung erwägt Städte wie Leipzig, Freiburg im Breisgau, Ludwigsburg oder Nürnberg gehören nicht zu den armen Schluckern. Ihre Einnahmen fließen einigermaßen und ihre Neuverschuldung hält sich in Grenzen. Und doch sehen auch sie ihre Weiter lesen

  • Die vergebliche Suche der Arbeitslosen

    Den diesjährigen Nobelpreis für Wirtschaft erhalten die US-Ökonomen Diamond und Mortensen, sowie der Brite Pissarides. Ihr Modell der „Suchmärkte“ erklärt, warum Arbeitslose keinen Job finden, obwohl es freie Stellen gibt Die freie Marktwirtschaft bringt nicht immer gute Ergebnisse. Manchmal sind die Kosten für die Marktteilnehmer hoch und die Resultate ihrer Anstrengungen trotzdem schlecht. Für eine Weiter lesen

  • Noch lehnt FDP Mindestlohn in der Zeitarbeit ab

    Eine gesetzliche Lohnuntergrenze für Leiharbeiter sei augenblicklich nicht notwendig, sagen die Liberalen. Für 2011 machen sie aber einen Kompromissvorschlag Den Mindestlohn für fast eine Million Beschäftigte der Zeitarbeit in Deutschland einzuführen, könnte ganz einfach sein. Die Verbände der Arbeitgeber sind dafür, die Gewerkschaften ebenso, auch die Union und CDU-Arbeitsministerin Ursula von der Leyen. Nur die Weiter lesen

  • Unternehmen wollen keine Noten mehr

    Firmen wie Solarworld, adidas, SAP und Dürr verzichten auf die teuren Bewertungsgutachten der umstrittenen Rating-Agenturen Ein gnadenloseres Urteil über ein Produkt kann man kaum fällen. „Die Kosten hätten sich für uns nicht ausgezahlt“, sagt Philipp Koecke, Finanzvorstand der Solarfirma Solarworld in Bonn. „Ein derartiger Betrag stünde in schlechtem Verhältnis zu den Vorteilen.“ Ein wenig zurückhaltender, Weiter lesen

  • Pro: Der Staat muss handeln

    Muss der Staat Großprojekte wie Stuttgart 21 härter durchsetzen? Planungsverfahren ziehen sich bei Großprojekten leicht über Zeiträume von mehr als zehn Jahren hin. Das war im gemächlichen 20. Jahrhundert in Ordnung. Heute ändern sich die ökonomischen und gesellschaftlichen Bedingungen rasant. Deshalb muss die Politik auch schnell reagieren können. Ohne mehr Einsicht in die Notwendigkeiten wird Weiter lesen

  • Contra: Bürgerprotest ernstnehmen

    Muss der Staat Großprojekte wie Stuttgart 21 härter durchsetzen? Mit langwierigen Planungsverfahren, Bürgerbeteiligung und Protesten muss eine Demokratie leben. Ohnehin richtet sich massiver Unmut nur gegen einige wenige Vorhaben. Die meisten Neubauten von Fabriken, Autobahnen, ICE-Trassen und Hightech-Laboren verursachen dagegen keine allzu große Gegenwehr der Bürger. Selbst eine riesige Flugzeugwerft im Naturschutzgebiet – Airbus in Weiter lesen

  • Mehr Investitionen, höhere Löhne

    Nach internationaler Kritik relativiert die Bundesregierung ihre Exportstrategie. Das Bundesfinanzministerium plädiert dafür, die Binnennachfrage zu stärken. Die Bundesregierung setzt sich neuerdings für höhere Löhne und mehr Investitionen in Deutschland ein. Dieser wirtschaftspolitische Sinneswandel markiert eine Relativierung ihrer bisherigen Strategie, Wachstum vor allem durch hohe Exporte zu erreichen. Vor der Tagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) an Weiter lesen

  • Schüler sollen Wirtschaft lernen

    Ein neues Fach Ökonomie für alle allgemeinbildenden Schulen in Deutschland fordern Wissenschaftler und Wirtschaftsverbände Inflation – was ist das? Diese Frage kann über die Hälfte der Jugendlichen nicht beantworten, wie eine Umfrage des Bankenverbandes unlängst ergab. Dementsprechend ist es für diese Schülerinnen und Schüler auch schwierig bis unmöglich, die Auswirkung der Geldentwertung auf ihre eigenes Weiter lesen

  • „Vom Mindestlohn kann eine Familie nicht leben“

    Wanderkleidung von The North Face und anderen Marken sind angesagt und teuer. Doch die NäherInnen in El Salvador bekommen wenig Geld und leisten extensive Überstunden, berichtet die Textilarbeiterin Jeaneth Pineda Hannes Koch: Frau Pineda, als Gewerkschafterin haben Sie die Arbeitsbedingungen in einer Fabrik in El Salvador dokumentiert, die für die Marke The North Face Outdoor-Textilien Weiter lesen

  • Die Parteien der Angsthasen

    Kommentar zu Geert Wilders von Hannes Koch Freiheit wollen sie, sagen die Rechtspopulisten. Doch eigentlich sehnen sie sich nach Ruhe. Sie möchten ungestört bleiben, nichts zu tun haben mit der aufregenden und oft verstörenden Welt da draußen. Das ist die eigentliche Botschaft von Geert Wilders, der nun in Holland der Minderheitskoalition von Christdemokraten und Liberalen Weiter lesen

  • Ein ängstlicher Angreifer aus Holland

    Mit einer ausverkauften Propaganda-Veranstaltung unterstützt der erfolgreiche niederländische Rechtspopulist Geert Wilders seinen bislang erfolglosen Berliner Gesinnungsfreund René Stadtkewitz Geert Wilders erhebt seine Stimme kaum. Bei seiner ausverkauften Veranstaltung am Samstag in Berlin mutet die Rede des holländischen Rechtspopulisten an wie ein wissenschaftliches Referat. Was als politischer Angriff daher kommt, entspringt eigentlich einem Gefühl der Angst Weiter lesen