Autor: Hannes Koch
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Weltwirtschaftsforum
Infokasten Das 39. World Economic Forum, das vom 28. Januar bis zum 1. Februar in Davos stattfindet, steht unter dem Titel „Shaping the post-crisis world“ – frei übersetzt: Wie geht’s nach der Finanzkrise weiter? Fast 50 Regierungschefs haben sich angesagt. Wer die neue US-Regierung vertritt, ist noch unklar. Das Kongresszentrum und die Hotels des Schweizer Weiter lesen
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„Der Staat sollte sich aus der Betriebswirtschaft heraushalten“
Wirtschaftsweiser Peter Bofinger plädiert für ein neues Primat der Politik, betrachtet aber die Verstaatlichung von Banken nur als Notlösung Hannes Koch: Die Wirtschaftseliten sind in der Defensive. Wird das neue Primat der Politik von Dauer sein? Peter Bofinger: Wir erleben gerade einen schweren Unfall des Kapitalismus. Trotzdem ist die Gefahr groß, dass die, die das Weiter lesen
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Der Gipfel der Bescheidenheit
Wenn am Mittwoch das diesjährige Weltwirtschaftsforum in Davos beginnt, ist die Stimmung schlechter als sonst. Die Managerelite steht unter dem Druck der Politik Normalerweise weiß Klaus Schwab sehr genau, wie sich die Welt entwickelt. Als Chef des Weltwirtschaftsforums steht der asketische Siebzigjährige mit der Globalisierung und den Weltmärkten auf Du und Du. Doch diesmal, zum Weiter lesen
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Investition in Gerechtigkeit
Kommentar von Hannes Koch Viele Menschen schauen nach Amerika – nicht nur wegen Obama. Ein Beleg für die USA-Euphorie ist, dass ein von dort stammender Begriff neue Bedeutung erhält. Einen „Green New Deal“ fordern Grüne, Gewerkschafter und Globalisierungskritiker – ein kombiniertes Programm gegen Armut, Umweltzerstörung und Finanzkrise. Mit seinem New Deal beendete US-Präsident Franklin D. Weiter lesen
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„NGOs sollten Banken kontrollieren“
Interview mit Präsidentsschaftskandidatin Gesine Schwan über die Finanzkrise und ihre Chancen nach der Hessen-Wahl Hannes Koch: Frau Schwan, glauben Sie wirklich, dass Sie Bundespräsidentin werden? Gesine Schwan: Ich rechne mir realistische Chancen aus. Und das sage ich nicht nur, weil ich das sagen muss. Für die Wahl am 23. Mai gibt es zwei Szenarien: Die Weiter lesen
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Die Schlechten ins Kröpfchen
Finanz- und Bankenkrise ohne Ende: Muss eine staatlich finanzierte Notbank die gebeutelten Privatinstitute vor dem Zusammenbruch bewahren? Die deutschen Banken haben sich von der Finanzkrise noch nicht erholt. Im Gegenteil: Sie halten Wertpapiere, die einst 300 Milliarden Euro wert waren, jetzt aber fast nichts mehr einbringen. Das Bundesfinanzministerium schätzt die Summe der faulen Papiere sogar Weiter lesen
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Koalition beschließt Lohnuntergrenze für Zeitarbeiter
Die genaue Höhe wird Ende Januar festgelegt. Mindestlohn auch für Abfallwirtschaft, Wachdienste und andere Branchen. Rund 3,5 Millionen Beschäftigte sind abgesichert Viele Beschäftigte bei Zeitarbeitsfirmen können auf einen höheren Lohn hoffen. Nach einjähriger Debatte hat sich die große Koalition jetzt geeinigt, eine einheitliche Lohnuntergrenze für die Branche einzuführen. Den genauen Betrag wird Bundesarbeitsminister Olaf Scholz Weiter lesen
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Wünschenswert, aber nicht machbar
Kommentar von Hannes Koch Gemessen am Machbaren ist das Konjunkturpaket gut. Mit ihren Maßnahmen reagiert die Bundesregierung vergleichsweise schnell auf die sich ausbreitende Finanz- und Wirtschaftskrise. Das 50-Milliarden-Euro-Programm stellt einen soliden Kompromiss dar zwischen den Interessen der Regierungsparteien CDU, CSU und SPD. Selbst eine Woche vor der Landtagswahl in Hessen sind die konkurrierenden Koalitionäre in Weiter lesen
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Familie Gutleb sagt „Danke“ für 550 Euro
Am Beispiel der Familie Wenig und der Familie Gutleb, zweier Modell-Haushalte, zeigen sich die finanziellen Auswirkungen des Konjunkturpakets der Bundesregierung Vater Walter Wenig arbeitet als Schichtführer beim Wachschutz, wo er rund 2.100 Euro brutto monatlich verdient. Seine Frau Elisa Wenig ist Hausfrau. Weil die große Koalition den Grundfreibetrag erhöht und den Eingangssteuersatz senkt, hat die Weiter lesen
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Die Politisierung der Ökonomie
Kommentar von Hannes Koch Die alten Wörter taugen nicht mehr. Es ist keine Verstaatlichung der Commerzbank, wenn die Bundesregierung im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise nun 25 Prozent des angeschlagenen Institutes übernimmt – da hat SPD-Chef Franz Müntefering durchaus Recht. Der Begriff „Verstaatlichung“ stammt aus den vergangenen Zeiten des Klassenkampf zwischen Arbeit und Kapital. Heute Weiter lesen
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Konzerne wollen Kündigungen vermeiden
Daimler-Personalvorstand verpflichtet sich im Namen der Dax-30-Unternehmen gegenüber Bundesarbeitsminister Scholz. Konjunkturprogramm II so gut wie beschlossen. Kurzarbeit auch für Leiharbeiter Die 30 größten deutschen Unternehmen wollen, soweit es geht, auf Entlassungen verzichten. Das sicherte am Freitag der Personalvorstand der Daimler AG, Günther Fleig, zu. Nach dem Besuch der 30 im Deutschen Aktienindex vertretenen Konzerne bei Weiter lesen
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Qualifizieren, fördern, vermitteln
Mit konkreten Hilfen für Betriebe und Arbeitnehmer will die Bundesregierung den Anstieg der Erwerbslosigkeit mildern Die Zahl der Erwerbslosen ist im Dezember 2008 um 114.000 auf 3,1 Millionen gestiegen. Die deutsche Arbeitslosenquote erhöhte sich damit um 0,3 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent. „Die Krise ist bei uns angekommen“, räumte Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) ein. Um einen Weiter lesen
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Regulierung der Banken geplant
Aufsichtskollegien sollen Institute kontrollieren. Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen will bald Ergebnisse vorlegen Angesichts des befürchteten Einbruchs der Wirtschaft ist die Ursache der Misere, die Finanzkrise, schon beinahe in Vergessenheit geraten. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbeobachtet arbeiten die Regierungen daran, das Finanzsystem und die Banken besser zu regulieren. So bemüht sich eine vom deutschen Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen Weiter lesen
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Investitionen hoch, Abgaben runter
Die Vorschläge von SPD und Union zum Konjunkturprogramm Umfang 50 Milliarden Euro will die Union mobilisieren, um die kommende Wirtschaftskrise abzumildern. Jeweils rund 25 Milliarden sollen in 2009 und 2010 zur Verfügung stehen. Die SPD stellt dagegen 40 Milliarden Euro in Aussicht. Investitionen Beide Parteien befürworten ein staatliches Investitionsprogramm des Bundes in Höhe von mindestens Weiter lesen
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Privatanleger gucken in die Röhre
Private Investoren werden hierzulande schlecht beraten, sagt eine neue Studie im Auftrag des Bundesverbraucherministeriums. „Vermögensschäden von 20 bis 30 Milliarden Euro“. Die Beratung privater Kapitalanleger in Deutschland ist oft von schlechter Qualität. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie im Auftrag des Bundesverbraucherministeriums. „Die Vermögensschäden auf Grund mangelhafter Finanzberatung werden auf jährlich 20 bis 30 Weiter lesen
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Soziale und unsoziale Kapitalisten
Gute Unternehmer streben nicht nach größtmöglichem Gewinn Zur aktuellen Finanzkrise hat Schokoladen-Erbe Alfred Ritter eine klare Meinung. Als Ursache des Crash betrachtet er nicht zuletzt die zu hohen Gewinnerwartungen der Banken. „Es gibt ein Renditestreben, das nur darauf baut, jemanden über´s Ohr zu hauen“, sagt der Chef der Firma Ritter Sport. „Wenn der Markt um Weiter lesen
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T-Shirts ohne Kinderarbeit
Soziale Kapitalisten (5): Versandhändler Otto engagiert sich für Umweltschutz und gegen Kinderarbeit Michael Otto ist ein zurückhaltender Mensch. Als Aufsichtsrat-Vorsitzender der Otto-Gruppe und Oberhaupt seiner Familie meidet er die Öffentlichkeit, so weit es geht. Diese Haltung des reichen Hamburger Unternehmers entspringt hanseatischer Tradition, aber auch der Vorsicht: 1997 forderte ein Erpresser 2,5 Millionen D-Mark und Weiter lesen
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Finanzieller und moralischer Mehrwert
Soziale Kapitalisten (4): Andrew Murphy investiert das Geld seiner Anleger unter Beachtung sozialer und ökologischer Kriterien Vor dem Bildschirm, an dem sonst Millionen Euro bewegt werden, sitzt ein Mädchen. Es ist neun Jahre alt und spielt ein Computerspiel. Auf dem Schreibtisch steht ihr Bild – da lacht sie in die Kamera. Ihr kleiner roter Rucksack Weiter lesen