Autor: Hannes Koch
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Guerilla der Mode
Ethikboom auf dem Textilmarkt – Besuch beim Modelabel Armedangels in Köln Die Revolution ist im Gange. Sie schreitet voran, sie ist effektiv. Und sie hat einen Namen. Es ist die „social fashion revolution“. Sie wird gemacht, indem man T-Shirts trägt, die die Kölner Firma Armedangels verkauft. Das Logo des Modelabels zeigt eine geflügelte Schönheit mit Weiter lesen
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„Die Diskussion in Deutschland ist eindimensional “
Wirtschaftsweiser Peter Bofinger lehnt Steuersenkungen ab Hannes Koch: Sie sind Wirtschaftsweiser. Sagen Sie: Geht es uns wirtschaftlich zur Zeit gut, mittel oder schlecht? Peter Bofinger: Es geht den Deutschen sicher insgesamt besser als noch vor ein paar Jahren. Sehr viele Menschen haben wieder Arbeit. Das ist gut, aber es müsste sich auch in realen Einkommenszuwächsen Weiter lesen
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Der Wirtschaft fehlt soziale Kontrolle
Telekom-Abhöraffäre: Wirtschaftsethiker fordern, dass Unternehmen Wohlverhalten nicht nur propagieren, sondern es intern ständig auf´s Neue durchsetzen. Wirtschaftsethiker Karl Homann kann die Bespitzelungsaffäre bei der Telekom AG nicht sonderlich erstaunen. Sie bestätigt ihn geradezu in seiner Analyse: „Wir haben keine Ethik für Organisationen“, sagt der Professor für Philosophie und Ökonomik an der Universität München. Weil ein Weiter lesen
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Wir sind schon Europameister
Kommentar von Hannes Koch Der Inhalt des SPD-Konzepts zur Abgabensenkung deutet auf die Art seines Zustandekommens hin. Vor einigen Monaten begann die CSU, Druck zu machen und eine neue Steuersenkung zu verlangen. Vor drei Wochen wurde SPD-Chef Kurt Beck schließlich nervös und erklärte, auch die SPD habe ein Konzept zur Entlastung der Bürger. Das stimmte Weiter lesen
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Weniger Sozialabgaben nach 2012
SPD verspricht, die Sozialabgaben von 40 auf 36 Prozent zu reduzieren Die SPD stellt den Bürgern in Aussicht, ab 2012 die Sozialabgaben deutlich zu reduzieren. Die Beiträge vom Lohn für die Sozialversicherung sollten dann von knapp 40 auf 36 Prozent sinken, sagte Bundesfinanzminister und SPD-Vize Peer Steinbrück am Dienstag in Berlin. Die SPD hat ihr Weiter lesen
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Wirtschaftsminister auf sozialen Abwegen
Glos´Gesetzentwurf zu sozialen und ökologischen Kriterien für öffentliche Aufträge verschoben Es ist ein neuartiges Erlebnis für Michael Glos. Dem einstigen starken Mann der CSU-Landesgruppe im Bundestag bereitet die eigene Partei Schwierigkeiten. Bundeswirtschaftsminister Glos musste einen Gesetzentwurf von der Tagesordnung des Bundeskabinetts nehmen, den die Regierung eigentlich am vergangenen Mittwoch beschliessen wollte. Sollen Bund, Länder und Weiter lesen
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Hunger durch Wohlstand
Der weltweite Preisanstieg für Nahrungsmittel wirft viele Fragen auf, auch die nach unserem Lebensstil Es ist ein fruchtbares Land. Im tropischen Klima besonders der Regenzeit gedeihen Bananen, Mangos, Süßkartoffeln und Brotfrucht. Auch Reis, die traditionelle Beilage der einheimischen Küche, wird auf den Feldern angebaut. „Meist allerdings nur, um den Eigenbedarf zu decken“, sagt Gerd Fleischer. Weiter lesen
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Vom Angestellten zum Mitarbeiteraktionär
Koalition: Beschäftigte sollen sich an Firmen beteiligen Nach dem Kompromiss zur Bahnprivatisierung steht die große Koalition kurz vor der Einigung auf eine weitere Reform. Union und SPD wollen die Kapitalbeteiligung von Beschäftigten an den Firmen, in denen diese arbeiten, erheblich erleichtern. „Am kommenden Montag werden wir die Eckpunkte beschließen“, sagt SPD-Finanzpolitiker Jörg-Otto Spiller gegenüber Spiegel Weiter lesen
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Süße Trendwende
Bioschokolade von Ritter Sport Jetzt merken es auch die großen Schokoladen-Hersteller in Deutschland: Ökologische und soziale Qualität sind ein Verkaufsargument. Unlängst verkündete Marktführer Ritter Sport, dass die Auslieferung seiner neuen Bioschokolade beginnt. Im Laufe des April sollen die kleinen, quadratischen Tafeln von Ritter Sport in den Geschäften zu kaufen sein. Das ist eine Trendwende: Erstmals Weiter lesen
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"Die Marktwirtschaft hat die Lage vieler Menschen verbessert"
Allianz-Finanzvorstand Achleitner: Wohltätigkeit reicht nicht aus/ Geschäftstätigkeit so ausrichten, dass sie den Armen zugute komme taz: Herr Achleitner, Bill Gates hat sich unlängst für einen "kreativen Kapitalismus" ausgesprochen. Die großen Unternehmen müssten dafür sorgen, dass endlich nicht nur die Wohlhabenden und Reichen, sondern auch die Armen vom Wachstum profitieren. Teilen Sie diese Ansicht? Paul Achleitner: Weiter lesen
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Eine Allianz für Arme
Für eine Jahresprämie von nur einem Euro können sich arme Bauern in Indien bei der Allianz versichern. Für den Konzern soll sich das dennoch rentieren. Es waren bemerkenswerte Zahlen, die die Herrschaften im Vorstand der Allianz-Versicherung nach dem Tsunami auf den Tisch bekamen: An Weihnachten 2004 hatte die große Flutwelle die Küstenstriche Indiens, Thailands und Weiter lesen
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"Wir haben unsere Lektion nicht gelernt"
Joseph E. Stiglitz über die Finanzkrise, die bessere Regulierung des Finanzsystems und eine internationale Bankenaufsicht taz: Spüren Sie hier beim Weltwirtschaftsforum in Davos die Angst vor der weltweiten Rezession? Joseph E. Stiglitz: Viele Leute halten es inzwischen für wahrscheinlich, dass wir einen Abschwung erleben werden. So geht es in den Diskussionen vor allem darum, wie Weiter lesen
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Suche nach Verantwortung
World Economic Forum Davos 2008: Systemkritik und die Gunst der "politischen Konsumenten" Der große Globalisierungs-Streit wird nicht stattfinden. Selbstsicher und ziemlich unbehelligt versammeln sich von morgen, Mittwoch, an rund 1.000 Chefs transnationaler Unternehmen, 27 Staats- und Regierungschefs und 113 Minister im Schweizer Skiort Davos zum World Economic Forum (WEF). Wie fast jedes Jahr seit 1971 Weiter lesen
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„EU sollte Ausnahmen bei Freizügigkeit akzeptieren“
Nach dem Brexit plädiert Ulrich Hoppe, der Hauptgeschäftsführer der Deutsch-Britischen Industrie- und Handelskammer, für einen Kompromiss mit Großbritannien Hannes Koch: Sie vertreten die Interessen der deutschen Unternehmen in Großbritannien. Deshalb liegt Ihnen der Freihandel zwischen der EU und den Inseln am Herzen. Würden Sie dafür in Kauf nehmen, dass die Briten die Niederlassungsfreiheit für EU-Bürger Weiter lesen