Kategorie: Gesellschaft

  • Gewöhnung an Weniger

    Vor 40 Jahren erschien das epochale Buch „Die Grenzen des Wachstums“. Mitautor Erich Zahn erklärt, warum Schrumpfen die Zukunft ist Ein kleineres Auto statt eines größeren – oder vielleicht gar keins mehr? Rodeln im Sauerland statt Skilaufen in Südtirol? Zu Verzicht auf materiellen Wohlstand ringen sich viele Menschen nur gezwungermaßen durch, wenn sie beispielsweise ihren Weiter lesen

  • Willkommen bei Merkel

    Hilfe für junge Eltern – Wellcome-Gründerin Rose Volz-Schmidt im Portrait Nach der Geburt ihrer ersten Tochter hätte Sozialpädagogin Rose Volz-Schmidt dringend Unterstützung gebraucht. Nicht viel, nur ein bisschen. Aber Volz-Schmidt war auf sich allein gestellt: Sie arbeitete in Hamburg, die Familie lebte in der alten Heimat im Schwarzwald, ihr Mann war beruflich unterwegs, und die Weiter lesen

  • Identitätsfindung im deutschen Kino

    Til Schweiger spielt in einer Liga mit Harry Potter und Piraten der Karibik Dass ein gut aussehender Mann sich plötzlich um seine achtjährige Tochter kümmern muss und dabei lernt, was Liebe ist, wollten 4,3 Millionen Besucher im Kino sehen. Damit ist Til Schweigers „Kokowääh“ – was „Hühnchen in Weinsoße“ heißen soll – der erfolgreichste deutsche Weiter lesen

  • Wohlstand jenseits von Wachstum

    Sozialwissenschaftler Miegel präsentiert fünf Indikatoren, um vom Bruttoinlandsprodukt loszukommen Wer jung ist, möchte seinen materiellen Wohlstand erhöhen. Je älter die Menschen werden, desto eher sind sie aber zufrieden mit dem, was sie haben. Was heißt das für eine Gesellschaft wie die deutsche, die einen zunehmenden Anteil älterer Menschen aufweist? Die öffentlich verbreitete Wachstumsideologie bekomme zusätzliche Weiter lesen

  • Reformen für den Kapitalismus

    Mehrheitsmeinung in Davos: Kapitalismus hat Schwächen. Gegenmittel: Regulierung und Umverteilung Ein klein wenig Revolution wollen die Kapitalismus-Kritiker von Davos doch machen – eine Gesprächsrevolution. Sie schlagen den 300 Zuhörern vor, das Podium mit den wichtigen Leuten da vorne aufzulösen und lieber untereinander zu diskutieren. Über die Krise der Finanzmärkte, des ganzen Wirtschaftssystems und eine bessere Weiter lesen

  • Verlangsamen und beschleunigen

    Kommentar zur Kapitalismus-Debatte von Hannes Koch Kritik am Kapitalismus ist neuerdings wieder en vogue. Selbst Klaus Schwab, der Chef des großen Managertreffs von Davos, hat das Thema auf die Agenda gesetzt. Mehr demokratische Regulierung für die Märkte, höhere Steuern auf große Einkommen und Vermögen, mehr Investitionen in öffentliche Infrastruktur und Bildung – auf eine solche Weiter lesen

  • Flüchtling in Davos

    Simulation für Manager Schreie, Schüsse, gebellte Kommandos. Eine Taschenlampe leuchtet in die Augen, daneben der Lauf der Maschinenpistole. „Raus aus dem Zelt, schneller, stellt Euch in einer Reihe auf, schneller.“ Wir stolpern übereinander. Der Offizier in gefleckter Uniform brüllt. Stöße mit der Kalaschnikow in die Rippen. Wir werden in die Zelte zurückgetrieben. An Ruhe ist Weiter lesen

  • Sie besetzen die Debatte

    Die Occupy-Bewegung protestiert auch beim Weltwirtschaftsforum in Davos Flurina Marugg kann jetzt Iglus bauen. Weil es in Davos seit Wochen ständig schneit, schieben die Schneeräumer meterhohe Haufen zusammen. Aus dieser harten Masse schneiden die 22Jährige und ihre Mitstreiter mit Schneesägen stabilgefrorene Quader heraus. Wenn man die spiralförmig aufschichtet, entsteht allmählich das Iglu. Flurinas Unterkunft auf Weiter lesen

  • Bremsen ist gar ncht so einfach

    Brauchen und wollen wir Wirtschaftswachstum wirklich? Die Zeit am Jahresanfang ist paradox. Viele Menschen sehnen sich nach etwas Ruhe, manchen gelingt es in der ersten Januarwoche noch, diesen Wunsch umzusetzen. Andererseits geht es gleich wieder voll los – auch politisch. So startet jetzt die Rente mit 67. „Mehr arbeiten“ lautet das Motto. Und die meisten Weiter lesen

  • Der Preis der Arbeit ist zu niedrig

    Kommentar zur sinkenden Arbeitslosigkeit von Hannes Koch Erfolge haben ihren Preis. Auch im Falle der sinkenden Arbeitslosigkeit ist das so. Am Dienstag gab die Bundesagentur die niedrigste Arbeitslosenrate seit 20 Jahren bekannt. Im vergangenen Jahr suchten offiziell und im Durchschnitt unter drei Millionen Menschen eine neue Stelle. Parallel dazu ist die Zahl der Beschäftigten mit Weiter lesen

  • Blumenkohl-Inflation und Euro-Angst

    Vor zehn Jahren wurde die D-Mark aus dem Verkehr gezogen und der Euro als Bargeld eingeführt An die Turbulenzen nach der Einführung des Euro-Bargeldes vor zehn Jahren kann sich Marktforscher Hans-Christoph Behr sehr gut erinnern. In den ersten Wintermonaten des Jahres 2002 gab es eine regelrechte „Wutwelle“, so Behr. Es kam vor, dass der Blumenkohl Weiter lesen

  • Das eigene Potenzial entdecken

    Bürger gründen wieder Genossenschaften. Gemeinsam wirtschaften – Renaissance einer alten Idee. Dörfer errichten eigene Windparks Stellen Sie sich vor, hinter dem Zaun Ihres Einfamilienhaus-Gartens werden zehn Windräder gebaut  – und Sie regen sich nicht darüber auf. Was könnte der Grund für Ihre Gelassenheit sein? Michael Diestel, Kreisgeschäftsführer des Bayerischen Bauernverbandes in der Rhön, kennt eine Weiter lesen

  • Leute, der Euro rockt

    Währungsreform, Inflation? Kommt runter, Ihr Schwarzseher. Deutsche sollten großzügiger sein Die Füße blutig und halb erfroren – das war der stärkste Eindruck, den die Geschichte bei mir als kleinem Jungen hinterließ. Meine Mutter erzählte sie nicht oft, diese Familienanekdote. Sie war noch nicht volljährig, als ihre Mutter sie mit zum „Hamstern“ nahm. 1946 oder 1947 Weiter lesen

  • Ruhrgebiet und Ostdeutschland sind benachteiligt

    München und Kassel führen das Ranking 50 deutscher Großstädte an. Baden-Württemberg liegt gut im Rennen Wo Schatten ist, gibt es auch Licht: Einige der ärmsten deutschen Großstädte schaffen die größten Schritte hin zu einer Besserung. Dazu gehören beispielsweise Halle und Rostock, Herne und Gelsenkirchen. Das ist ein Ergebnis des Städte-Rankings, das die Initiative Neue Soziale Weiter lesen

  • Was kommt nach der Rettung?

    Eigentlich müssten nicht nur die Staaten, sondern auch die Bürger sparen Mit Fantastillionen versuchen Angela Merkel und die anderen europäischen Regierungschefs der Schuldenkrise zu begegnen. Die Volksvertreter im Bundestag haben am Mittwoch zugestimmt. Ist damit jetzt endlich alles gut – oder gibt es etwa noch Fragen, die trotzdem der Klärung harren? Können wir weiter Schulden Weiter lesen

  • Mehr Frauen in der Führung, aber nicht im Vorstand

    Dax-Konzerne sagen mehr Führungspositionen für Frauen zu. Von der Leyen pocht auf Posten in Aufsichtsräten und Vorständen. Die eine Ministerin spricht von einem Sieg ihrer Idee. Die Kombination aus Verpflichtung, Freiheit und Verantwortung funktioniere, feiert Familienministerin Kristina Schröder (CDU) eine Selbstverpflichtung der 30 Dax-Konzerne, mehr Frauen den Weg in Führungspositionen zu ebnen. Der neben ihr Weiter lesen

  • Das Steve-Jobs-Prinzip

    Hoher Nutz- und Kulturwert, schlechte soziale Qualität – das ist das Geschäftsmodell von Apple Apple-Chef Steve Jobs hat das Leben vieler Menschen schlechter gemacht. Wie das? Der am Mittwoch verstorbene Konzernführer aus Kalifornien gilt als visionär und genial, weil er unsere Kommunikation, unsere Wissensverarbeitung und unseren Kulturgenuss veränderte. Für moderne Menschen trifft der abgewandelte Loriot-Spruch Weiter lesen

  • Angenehme Schizophrenie

    Kommentar über die deutsche Angst von Hannes Koch Passieren eigentlich immer mehr schlimme Dinge – Bankencrash, Schuldenkrise, Sarrazin, Fukushima? Kommen die Einschläge näher – und zwar schneller? Das fragte ich kürzlich meinen Kollegen. Wir kamen zu dem Schluss, dass sich gewisse Ereignisse, die zu Sorgen Anlass geben, durchaus häuften – siehe die kaum noch abreissende Weiter lesen