Kategorie: Internationales

  • „Die EU sollte Ausnahmen bei der Freizügigkeit akzeptieren“

    Für einen Kompromiss mit Großbritannien nach dem Brexit plädiert Ulrich Hoppe, der Hauptgeschäftsführer der Deutsch-Britischen Industrie- und Handelskammer Hannes Koch: Sie vertreten die Interessen der deutschen Unternehmen in Großbritannien. Deshalb liegt Ihnen der Freihandel zwischen der EU und den Inseln am Herzen. Würden Sie dafür in Kauf nehmen, dass die Briten die Niederlassungsfreiheit für EU-Bürger Weiter lesen

  • Haben Klima und Dürre den Krieg in Syrien ausgelöst?

    Wissenschaftler debattieren über die Ursachen des Konflikts – und damit auch der Fluchtbewegung nach Deutschland Angesichts der hohen Zahl der Flüchtlinge steht die Frage nach den Ursachen auf der Tagesordnung. Auf den ersten Blick scheint die Antwort nahe zu liegen: In Syrien ist Machthaber Baschar al Assad mit seiner brutalen Politik schuld. Aber so einfach Weiter lesen

  • Auf dem Weg zum Marshallplan

    Kommentar zur Syrien-Konferenz von Hannes Koch Die Bundesregierung weiß, was auf dem Spiel steht. Deshalb hat Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstag 2,3 Milliarden Euro bis 2018 ausgelobt, um syrische Flüchtlinge in der Türkei, dem Irak, Libanon und Jordanien zu unterstützen. Großbritannien und Norwegen stellten einen ähnlichen Betrag zur Verfügung, die USA gut 800 Millionen Euro. Weiter lesen

  • Gauck plädiert für Begrenzung der Flüchtlingszahlen

    Dies sei eine Voraussetzung, um die Aufnahmebereitschaft der deutschen Bevölkerung zu erhalten, sagte der Bundespräsident in seiner Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Für die Begrenzung der Zuwanderung nach Deutschland hat sich Bundespräsident Joachim Gauck in seiner Rede beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos eingesetzt. Das sei keine „reflexhafte Abwehr, sondern Element verantwortungsbewussten Regierungshandelns“, sagte Gauck. Der Weiter lesen

  • Ein Prozent besitzt die Hälfte allen Vermögens

    Vor dem Managergipfel in Davos kritisiert die Entwicklungsorganisation Oxfam die zunehmende soziale Spaltung. Firmen des Weltwirtschaftsforums trügen dazu bei, die Armut zu vergrößern Die 62 reichsten Personen der Erde würden mittlerweile soviel Vermögen besitzen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung – über 1.500 Milliarden Euro. Das erklärte die Entwicklungsorganisation Oxfam anlässlich des Weltwirtschaftsforums von Davos, Weiter lesen

  • Managergipfel debattiert über Flüchtlinge

    Bundespräsident Gauck redet beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Offizielles Thema des Kongresses ist die vierte industrielle Revolution: Wieviel Arbeit bleibt, wenn die Roboter regieren? Klaus Schwab, der 77jährige aus Augsburg stammende Organisator des Weltwirtschaftsforum von Davos, hat sich schon vor längerer Zeit auf dieses Thema eingelassen. „Vierte industrielle Revolution“ lautet das Motto des diesjährigen Managergipfels, der Weiter lesen

  • Griechenland „kein Fass ohne Boden“

    ESM-Chef Klaus Regling, Chef des europäischen Stabilitätsfonds, wirbt in Berlin für das neue Kreditprogramm. Er geht davon aus, dass der Internationale Währungsfonds sich mit bis zu 16 Milliarden Euro beteiligt Das europäische Kreditprogramm für Griechenland wird wohl geringer ausfallen als bisher beschlossen, sagte Klaus Regling am Donnerstag in Berlin. Der Chef des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) Weiter lesen

  • Firmen wollen Jugendlichen Hoffnung machen

    Deutsche Unternehmen gründen eine Initiative, um die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien zu verringern Großen Andrang erlebte Opel in Zaragoza kürzlich, als die Firma spanische Jugendliche einlud. Über 400 Interessenten kamen, um mit Leuten des Autobauers und anderer deutscher Firmen in Spanien über ihre berufliche Zukunft zu reden. Die ist augenblicklich ziemlich schlecht – weshalb hiesige Unternehmen Weiter lesen

  • Ein neuer Fonds soll griechische Staatsfirmen verkaufen

    Das sei kaum vergleichbar mit den Privatisierungen nach der Wiedervereinigung in Deutschland, sagt Ökonom Karl Brenke Die Einigung der Euroländer über Griechenland beinhaltet unter anderem, dass ein „unabhängiger Fonds“ Staatsbesitz des Mittelmeerlandes privatisieren soll. Auf den ersten Blick erinnert diese Konstruktion an die deutsche Treuhandanstalt, die nach der Wiedervereinigung zu Beginn der 1990er Jahre die Weiter lesen

  • „Ein Schuldenschnitt ist nicht nötig“

    Der linke Ökonom Rudolf Hickel beschreibt die Konturen einer Einigung zwischen Europa und Griechenland Hannes Koch: Nach dem Nein der Griechen zu den EU-Sparauflagen, vor dem EU-Rat am kommenden Sonntag: Wer muss sich mehr bewegen – Kanzlerin Merkel oder Ministerpräsident Tsipras? Rudolf Hickel: Vor allem die drei Institutionen Europäische Zentralbank, EU-Kommission und Internationaler Währungsfonds. Denn Weiter lesen

  • „Hunger lässt sich hoffentlich vermeiden“

    Mit der Rationierung von Nahrungsmitteln rechnet Athanassios Kelemis, Chef der Deutsch-Griechischen Handelskammer in Athen Hannes Koch: Die scheinbar letzte Frist zur Einigung zwischen der EU und Griechenland läuft am nächsten Sonntag ab. Was passiert, wenn kein Kompromiss gelingt? Athanassios Kelemis: Dann tritt der schlechteste Fall ein. Unser Land geht pleite und wir verlieren den Euro. Weiter lesen

  • Auch Europa muss sich bewegen

    Kommentar zum Griechenland-Referendum von Hannes Koch Rechthaberei ist eine schlechte Gesprächsstrategie, besonders an einem Tag wie diesem. Deshalb wirkte Jeroen Dijsselbloems Mitteilung deplaziert. Der Chef der Euro-Gruppe ließ am späten Sonntagabend verlauten, nach dem Nein-Votum in Griechenland warte man nun auf eine neue Initiative der dortigen Regierung. Zwischen den Zeilen stand: Die müssen sich bewegen, Weiter lesen

  • Drei Mal Haareschneiden gegen einen Autoreifen

    Die griechische Krise, und wie sie weitergehen könnte Dass ein Euro-Mitglied zahlungsunfähig wird, kam bisher nicht vor. Deshalb ist unklar, was nun folgt. Auf viele Fragen gibt es nur vorläufige Antworten. Wann ist Griechenland pleite, und wer stellt die Pleite fest? Bis Mittwochmorgen mitteleuropäischer Zeit muss Athen rund 1,6 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds Weiter lesen

  • Merkel akzeptiert auch eine Wahrscheinlichkeitsrechung

    Die deutsche Kanzlerin wird bis zur letzten Minute über den Kompromiss mit Athen verhandel Bloß kein griechisches Drama aufführen – das ist die Einstellung der deutschen Bundeskanzlerin. Während andere im Euro-Gipfel am Montagabend bereits das große Finale sahen, formulierte Angela Merkel einige Stunden vorher wieder einen ihrer unaufgeregten, alltäglichen Sätze: „Es gibt ja in dieser Weiter lesen

  • Mehr Euro mit nach Griechenland nehmen

    Welche Folgen haben Beschränkungen des Zahlungsverkehrs für die Griechen, für deutsche Touristen und Firmen? Wie die Verhandlungen über die Sanierung der griechischen Staatsfinanzen wirklich laufen, ist schwer einzuschätzen. Alle Seiten nutzen Informationen für die Öffentlichkeit als Karten im großen Pokerspiel. Angeblich bereiten sich die Euro-Staaten bereits darauf vor, dass der Zahlungsverkehr mit Griechenland beschränkt werden Weiter lesen

  • Bundesregierung kauft Einfluss in Asien

    Deutschland beteiligt sich an staatlicher Investitionsbank unter chinesischer Leitung in Peking. Gegengewicht zur US-dominierten Weltbank-Gruppe Diese Entscheidung markiert eine Verschiebung der globalen ökonomischen Gewichte. Am Mittwoch beschloss das Bundeskabinett, dass Deutschland sich an der von China initiierten Asiatischen Infrastruktur-Investmentbank (AIIB) beteiligt. Das von mehreren Dutzend Staaten getragene Institut mit Hauptsitz in Peking soll unter anderem Weiter lesen

  • Erfolg und seine Grenzen

    Kommentar zu G7 von Hannes Koch Ja, der G7-Gipfel in den bayerischen Alpen ist ein Erfolg geworden. Wer die 23-seitige Abschlusserklärung liest, findet dort viele richtige Ziele. So haben die sieben großen, marktwirtschaftlichen Industriestaaten bekräftigt, die Erwärmung der Erdatmosphäre unter zwei Grad halten zu wollen, bis zum Ende diesen Jahrhunderts den Übergang zu einer klimaneutralen Weiter lesen

  • „Bald werden die nächsten Kredite ausgezahlt“

    Der grüne Finanzexperte Gerhard Schick vermisst in Athen einen Plan, wie das Land aus der Misere herauskommt Hannes Koch: Sie haben in Athen unter anderem mit dem griechischen Vize-Finanzminister gesprochen. Wird es bald einen Kompromiss zur Lösung der Krise geben? Gerhard Schick: In der griechischen Öffentlichkeit und auch in der Regierung geht man davon aus, Weiter lesen