Kategorie: Soziales

  • Gute oder schlechte Familienförderung?

    Bundesregierung und Wissenschaftler bewerten den Erfolg von Kindergeld & Co unterschiedlich Familienpolitik ist längst kein „Gedöns“ mehr, wie es Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder einmal nannte. Vielmehr stoßen auf diesem Feld viele unterschiedliche Interessen aufeinander. Da sind die Eltern mit ihren Kindern, da ist die Wirtschaft, die Nachwuchskräfte und qualifizierte Frauen braucht. Oben drüber rangiert der Staat Weiter lesen

  • Geldnot macht Staaten erfinderisch

    Neue Steuern werden selten wieder abgeschafft / Umfallen ist politischer Alltag Die alten Ägypter waren besonders einfallsreich, als die Pharaonen ihren Untertanen etwas abnehmen wollten. Sie hoben in der Nähe des Nils tiefe Schächte aus, die Nilometer. Darin wurde eine Skala angebracht mit der der Grad an Überschwemmungen gemessen werden konnte. Je mehr fruchtbaren Boden Weiter lesen

  • „In Krisen nimmt das Gefühl für Ungerechtigkeit ab“

    Jürgen Schupp erforscht das Glück der Deutschen. „So zufrieden wie vor 30 Jahren sind wir heute nicht“ Hannes Koch: Für die Zeit nach der Bundestagswahl versprechen die Parteien, den Strompreis zu deckeln, die Steuern wahlweise zu erhöhen oder zu senken. Spielen die Aussichten auf solche finanziellen Vor- oder Nachteile eine Rolle dafür, ob die Deutschen Weiter lesen

  • Auch Hartz kann Langzeitarbeitslosigkeit nicht stoppen

    Die Zahl der Langzeitarbeitslosen steigt wieder an. Unternehmen entziehen sich der sozialen Verantwortung Die Arbeitslosigkeit ist so niedrig wie lange nicht mehr. Das führen viele Fachleute und Politiker auf die Hartz-Reformen zurück. Mit dem Abschluss 2005 und der Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Arbeitslosengeld zum Arbeitslosengeld II, kurz Hartz IV getauft, sollten verkrustete Strukturen aufgelöst und Weiter lesen

  • Plädoyer für den Rückzug vom Land

    Soll man Dörfer in dünn besiedelten Regionen abbauen? Töpfer rät, Anspruch gleichwertiger Lebensverhältnisse aufzugeben Das Leben auf dem Land und in vielen kleinen Dörfern dürfte in den kommenden Jahrzehnten deutlich unbequemer werden. Wegen des Rückgangs der Bevölkerung sei die teure öffentliche Infrastruktur dort bald nicht mehr zu finanzieren. Auf diese Botschaften läuft die neue Studie Weiter lesen

  • Ungerechtigkeit fördert Finanzkrisen

    40 Prozent ihres Einkommens haben die ärmsten Bürger zwischen 1991 und 2010 verloren Aufschwung, mehr Arbeitsplätze, steigende Löhne – alles gut in Deutschland? Diese Frage will Ökonom Gustav Adolf Horn nicht bejahen. Abgesehen davon, dass er als Chef des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie (IMK) kritisch sein muss, präsentierte Horn am Freitag Fakten: Demnach ist die Weiter lesen

  • Der Sozialstaat frisst, anstatt zu geben

    Sozialrichter Borchert analysiert, warum Deutschland das Ziel verfehlt, die Lebensrisiken seiner Bürger abzusichern Deutschland sei der „Weltmeister der sozialen Ungerechtigkeit“. Mit dieser Ansage wirbt der Verlag für das aktuelle Buch von Jürgen Borchert, dem Vorsitzenden Richter am Hessischen Landessozialgericht. Es heißt „Sozialstaatsdämmerung“. Darin analysiert der parteiungebundene, einem aufgeklärten linken Spektrum zuzurechende Jurist, wie Beschäftigte mit Weiter lesen

  • Die Schulnote verliert an Wert

    Das Anforderungsprofil der ausbildenden Betriebe verändert sich / Chancen für schlechte Schüler könnten dadurch steigen Viele Fahrgäste sind auf die Deutsche Bahn nicht gut zu sprechen. Bei den Schulabgängern ist der Konzern dagegen recht beliebt. Um die 4.000 Ausbildungsplätze, die das Unternehmen in diesem Jahr anbietet, bewerben sich rund 50.000 Kandidaten. Bei der Auswahl geeigneten Weiter lesen

  • Deutschland hebt die Augenbraue

    Europäische Bürgerinitiative für das bedingungslose Grundeinkommen Eine Idee gegen die Krise: 58.363 Bürger Europas haben bislang die Europäische Bürgerinitiative für das bedingungslose Grundeinkommen unterzeichnet. Wenn bis Mitte Januar nächsten Jahres eine Million Unterschriften aus den EU-Staaten zusammenkommen, muss die EU-Kommission bei den Mitgliedsländern darauf drängen, dass diese das Projekt vorantreiben. Das ist der innovative Versuch Weiter lesen

  • Künftigen Rentnergenerationen droht die graue Wohnungsnot

    Weniger Geld und höherer Pflegebedarf – geeignete Wohnungen fehlen Millionen der heute 40-jährigen müssen sich auf erhebliche Wohnungsprobleme im Alter gefasst machen. Das geht aus einer unter anderem von Deutschen Mieterbund (DMB) getragenen Studie des Pestel-Instituts hervor, die sich mit dem „Wohnen 65plus“ beschäftigt. „Wir brauchen viel mehr alterngerechte und barrierearme Wohnungen“, sagt DMB-Chef Lukas Weiter lesen

  • Mehr Geld für Familien statt mehr Kinder

    Wahlversprechen für die Eltern Nach der Wahl will die Union den Familie mehr Geld zukommen lassen. Die Geburtenrate ist nicht das Hauptziel der Familienpolitik. Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten dazu: Welche Familien sollen nach der Wahl besser gestellt werden? Bleibt die Union an der Macht, können Eltern auf mehr staatliche Unterstützung für ihre Weiter lesen

  • Bezahlbare Neubauwohnungen nicht in Sicht

    Wohnungswirtschaft sucht Allianz mit der Politik. Unterschiedliche Mietentwicklung in Stadt und Land. Treiben Baustoffhersteller die Mieten hoch? Die großen Wohnungsbaugesellschaften sehen keine Entspannung für die Mietentwicklung in Ballungsgebieten. Insbesondere für Mieter mit geringem Einkommen wird die Versorgung mit neuen Wohnungen schwierig. „Die Bautätigkeit reicht in den großen Städten noch bei weitem nicht aus, die Nachfragezuwächse Weiter lesen

  • Unvermeidbare Ungerechtigkeit

    Kommentar zum Kinderbett von Hannes Koch An harten Entscheidungen kommen Politiker, die den Sozialstaat gestalten wollen, meist nicht vorbei. Was gehört zum menschenwürdigen Existenzminimum, was ist schon bescheidener Wohlstand – eine Harke, um Gartengemüse zu ziehen, die Reinigung des Wintermantels, ein Laib guten Brotes? Für solche Dinge erhalten Hartz-IV-Empfänger heute kein Geld. Sie müssen mit Weiter lesen

  • Jobcenter muss Kinderbett bezahlen

    Urteil des Bundessozialgerichtes. Wohlfahrtsverband fordert höhere Grundsicherung Ob Hartz IV zum Leben ausreicht, ist eine umstrittene Frage. Dass die staatliche Basisleistung von derzeit maximal 382 Euro monatlich zu knapp bemessen sein könnte, deutet nun eine grundsätzliche Entscheidung des Bundessozialgerichts an. Die Richter in Kassel urteilten, dass das Jobcenter das neue Kinderbett für einen dreijährigen Jungen Weiter lesen

  • "Erst mit Druck wird sich etwas ändern"

    Interview Dr. Antje von Dewitz leitet das Familienunternehmen Vaude Sport im schwäbischen Tettnang, das sie 2009 von ihrem Vater übernommen hat. Die 40-jährige Unternehmerin ist Mutter von vier Kindern. Sie legt besonderen Wert auf familienfreundliche Arbeitsbedingungen und eine ökologisch nachhaltige Produktion der Outdoor-Sportausrüstungen. Frau von Dewitz, wie wichtig sind Frauen und Mütter in Spitzenpositionen als Weiter lesen

  • Arbeit geht auch ohne Stress

    Gewerkschaft will Anti-Stress-Verordnung durchsetzen / Jeder Vierte leidet unter Zeit- und Leistungsdruck Mit einem immer härteren Wettbewerb und schnelleren Innovationszyklen steigt der Stress für die Beschäftigten in den Betrieben immer weiter an. „Wir haben eine Belastung, die immer weiter wächst“, stellt IG-Metall-Vorstand Hans-Jürgen Urban fest. Unter Stress verstehen die Gewerkschaften vielerlei psychische Beschwerden, die sich Weiter lesen

  • Unsichtbare Krankmacher

    Kommentar Früher waren es unsichere Maschinen, schlecht gelagerte Chemikalien oder instabile Gerüste, die Arbeitnehmern Verletzungen bis hin zum Tode einbrachten. Heute spielen die körperlichen Gefahren für die Gesundheit von Beschäftigten immer seltener eine Rolle. Ausformulierte Arbeitsschutzgesetze und entsprechende Kontrollen der Sicherheitsstandards haben die meisten Tätigkeiten weitgehend sicher werden lassen. Anders sieht es bei den nicht Weiter lesen

  • 15 Prozent Lohnsteigerung sind kein Problem

    Die Wirtschaft floriert: Zeitarbeiter erhalten lukrative Zuschläge. Offenbar kein Stellenabbau In der augenblicklich guten Lage der deutschen Wirtschaft sind auch hohe Lohnsteigerungen oft kein Problem für die Unternehmen. So erhalten die Zeitarbeiter in der Metallindustrie und acht weiteren Branchen gegenwärtig Lohnerhöhungen von 15 Prozent. Das ist eine Folge der Tarifverträge, die die Gewerkschaften und die Weiter lesen