Kategorie: Umwelt

  • Auch Merkel wusste nichts vom Diesel-Skandal

    Der Untersuchungsausschuss zu den Abgasmanipulationen endet mit nur wenigen Erkenntnissen. Von den Verfehlungen der Autohersteller will niemand etwas mitbekommen haben. Bundeskanzlerin Angela Merkel kam sogar ein paar Minuten vor der Zeit in den Bundestag. Im Sitzungssaal 3.101 begrüßte sie die Abgeordneten des Abgas-Untersuchungsausschusses einzeln per Handschlag, nickte kurz dem Publikum auf dem ersten Rang zu Weiter lesen

  • Gewinne wie im Drogenhandel

    Gefälschte Lebensmittel Mit gefälschten Lebensmitteln verdienen sich Kriminelle eine goldene Nase. Doch die Aufrüstung der Behörden nach dem Pferdefleisch-Skandal vor einigen Jahren zeigt Wirkung. Die Zusammenarbeit in Europa klappt nun besser, sagt der Präsident des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), Helmut Tschiersky. Der promovierte Pharmazeut, Jahrgang 1957, leitet die Kontrollbehörde seit 2008. Mit ihm Weiter lesen

  • Auf der Sonnenseite

    Marokko baut die Energieversorgung der Zukunft Wenn sie Wasser braucht, holt Noara Moukhlis den Esel aus dem Stall. Beladen mit leeren Flaschen führt sie das Tier an den rund zwei Kilometer entfernten Brunnen. Der Esel trägt ihr die vollen Wasserflaschen zurück zum Haus. Moukhlis lebt in Tasselant, einem Berberdorf unweit von Ouarzazate im Süden Marokkos. Weiter lesen

  • 40 Jahre Anti-AKW-Bewegung sind genug

    Kommentar zum Atom-Urteil des Bundesverfassungsgerichts Wenn die vier Energiekonzerne nun eine gewisse Entschädigung für das baldige Abschalten ihrer Atomkraftwerke erhalten, so handelt es sich um einen Interessenausgleich in einer entwickelten Demokratie. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Klagen der Unternehmen ist kein Stoff für Dramen. In einigen Jahren bekommen die Firmen möglicherweise ein paar Milliarden Weiter lesen

  • Die EU und die Zukunft der Energiewende

    Will die Kommission den Vorrang für Ökostrom einschränken? Der Verband der Wind- und Solarkraftwerke ist alarmiert. Auch das Wirtschaftsministerium hat Fragen an Brüssel. Die Energiewende in Deutschland beruht bisher darauf, dass Ökostrom Vorrang in den Leitungen geniesst. Nun allerdings hat die EU-Kommission eine Neuregelung vorgeschlagen. Diese stelle den sogenannten Einspeisevorrang in Frage, argwöhnt der Bundesverband Weiter lesen

  • „Nötig sind Grenzwerte für Kohlendioxid“

    Ökonomin Claudia Kemfert plädiert für Verschärfungen im Klimaschutzplan der Bundesregierung Hannes Koch: Die Bundesregierung scheint sich doch noch auf den Klimaschutzplan einigen zu können. Halten Sie für richtig, einen Mindestpreis für Verschmutzungszertifikate im Rahmen des europäischen Emissionshandel festzulegen? Claudia Kemfert: Ja. Der Preis für Kohlendioxid (CO2) liegt derzeit viel zu niedrig, als dass er finanzielle Weiter lesen

  • Regierung streitet über Windausbau an Land

    Wirtschaftsminister Gabriel will eine Mindestmenge für neu zu bauende Windkraftwerke festlegen. Energie- und Wirtschaftspolitiker der Union sind dagegen. Über die künftig nötige Menge zusätzlicher Windkraftwerke herrscht Dissens in der Bundesregierung. Im Gesetzentwurf aus dem Bundeswirtschaftsministerium steht deshalb keine Zahl, sondern ein Platzhalter. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte vorgeschlagen, dass mindestens 2.000 Megawatt – etwa 400 Weiter lesen

  • Zweifelhaftes Geschenk

    Kommentar zur Kaufprämie für Elektroautos von Hannes Koch Die Energiewende bewältigt Deutschland mit einem sehr effektiven Modell. Die Stromverbraucher finanzieren gemeinsam die Förderung für Ökostrom. Das gefällt nicht allen – immer wieder gab es Ärger wegen der Kosten. Unter dem Strich aber bleibt: Die umweltfreundliche Transformation des Energiesystems funktioniert. Und trotzdem hält sich die Belastung Weiter lesen

  • Minister befürworten Kaufanreize für Elektroautos

    Bundesregierung will bis März entscheiden. Jeder Käufer eines E-Fahrzeugs könnte einige tausend Euro Kaufprämie von Staat und Industrie erhalten Auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) plädiert nun für staatliche Kaufanreize für Elektroautos. Damit hat Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) einen weiteren Unterstützer der Idee einer finanziellen Förderung gewonnen. Bei ihrem Treffen mit den Autokonzernen Daimler, VW und Weiter lesen

  • Wohlstand wächst nicht, sondern stagniert

    Grüne legen alternativen Jahreswohlstandsbericht vor. Wirtschaftsminister prognostiziert Wachstum von 1,7 Prozent. Welches ist der richtige Maßstab für Wohlstand? Deutschlands Wohlstand stagniert. Das ist das Ergebnis des ersten Jahreswohlstandsberichts, den die Grünen im Bundestag am Mittwoch vorgelegt haben. Damit relativiert die Partei die Aussage Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriels (SPD), der das Wachstum für 2016 auf 1,7 Prozent Weiter lesen

  • Wachstum mit Klimaschutz

    Kommentar zum Paris-Abkommen von Hannes Koch In Paris scheint ein großer Schritt gelungen zu sein, um die Erdatmosphäre zu schützen. Die positiven Folgen könnten weit über das Klima-Thema hinausgehen. Für alte, entwickelte Industriestaaten wie Deutschland kommt der Paris-Konsens der Aufforderung gleich, ihre Wirtschaft und damit auch die Muster des Konsums grundsätzlich zu modernisieren. Mit anderen Weiter lesen

  • Radikaler Wechsel bei der Energiewende

    Wirtschaftsminister Gabriel will ab 2017 Ausschreibungen für die Masse der Öko-Kraftwerke einführen. Bürgerprojekte befürchten Nachteile Schon ab Mai 2017 will Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) die finanzielle Förderung für die erneuerbaren Energien in Deutschland stark verändern. 80 Prozent der neuen Ökostrom-Kraftwerke sollen dann mittels Ausschreibungen an die jeweils günstigsten Anbieter vergeben werden. Bisher erhalten alle Betreiber Weiter lesen

  • Wenn eine Stadt im Meer verschwindet

    Beira, eine Küstenstadt im ostafrikanischen Mosambik könnte in wenigen Jahrzehnten im Meer verschwinden. Grund für die Prognose sind die Folgen des Klimawandels. Die Bevölkerung kämpft gegen die unberechenbare Macht des Wassers. Cheizin Mussa hat Angst. Angst vor dem Wasser, das den Grund ihres Hauses wegzuspülen droht. Furcht vor dem Tag, an dem sie und ihre Weiter lesen

  • Das ewige Öl

    Kommentar zu Ölpreis und Klima von Hannes Koch Der niedrige Ölpreis ist ein Konjunkturprogramm. Die Bürger sparen Benzin-, Heiz- und Warmwasserkosten. Zumindest einen Teil des Geldes geben sie für andere Konsumgüter aus, auf die sie sonst verzichtet hätten. Individuell mag man das begrüßen. Für die Energiewende und den Schutz des Weltklimas aber ist diese Entwicklung Weiter lesen

  • Her mit der Kohle

    Die Umweltorganisation Greenpeace will angeblich Vattenfalls Braunkohle kaufen. Ein schlechter Scherz oder macht Greenpeace bald Kohlestrom? Greenpeace plant etwas sehr Ungewöhnliches und lehnt sich dabei weit aus dem Fenster. Die Umweltschutzorganisation will die ostdeutsche Braunkohlesparte von Vattenfall übernehmen und in eine Stiftung überführen. Am Dienstag reichte die schwedische Landesorganisation Greenpeace Nordic ein „Statment of Interest“ Weiter lesen

  • Seltsame Messergebnisse bei Opel-Abgasen

    Umwelthilfe: Diesel-Zafira hält Grenzwert ein, wenn nur die Vorderräder laufen – nicht aber mit allen vier Rädern. Opel weist den Verdacht zurück Beim Abgas-Test eines Opel Zafira Diesel ist ein Phänomen aufgetreten, das an den VW-Skandal erinnert. Liefen auf dem Prüfstand nur die beiden Vorderräder des Fahrzeugs, hielt es den Abgaswert ein. Waren vier Räder Weiter lesen

  • Greenpeace und das Kohle-Paradoxon

    Die Umweltorganisation will angeblich die ostdeutschen Braunkohle-Kraftwerke kaufen. Die wirkliche Botschaft lautet aber: Auch in Ostdeutschland ist eine staatlich finanzierte Stiftung für die Abwicklung nötig. Die Umweltschutz-Organisation Greenpeace hat oft Mut bewiesen. In kleinen Schlauchbooten kurvten die Öko-Kämpfer vor riesigen Fischtrawlern herum, um den Walfang zu erschweren. Waghalsig seilten sie sich von Schornsteinen ab und Weiter lesen

  • Hendricks: Agrarsubventionen abschaffen

    Umweltministerin Hendricks fordert eine Neuausrichtung der milliardenschweren EU-Agrarsubventionen. Stattdessen schlägt sie Zahlungen für umweltfreundliche Betriebe vor. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) will „den Schutz von Natur und Landschaft wieder nach vorne bringen“. Dabei sei der Handlungsbedarf in der Landwirtschaft „am größten“, so Hendricks. Am Mittwoch hat die Umweltministerin in Berlin die „Naturschutz-Offensive 2020“ präsentiert. Sie forderte, Weiter lesen