Kategorie: Wirtschaft
-
Die Nische wird größer
Ethische Geldanlagen steigen in Deutschland, Österreich und der Schweiz an, haben aber weiterhin nur einen Anteil von wenigen Prozent In Deutschland, Österreich und der Schweiz nehmen ethisch motivierte Geldanlagen weiter zu. Allerdings setzt nur eine kleine Minderheit von Investoren konsequent auf diese Finanzstrategie. 2014 steckten in Deutschland insgesamt 127 Milliarden Euro in moralischen Investments, gab Weiter lesen
-
Kommentar zum GDL-Streik von Hannes Koch
Der Ausstand ist zu verkraften Der Streik der Lokführergewerkschaft bis Sonntag wird die deutsche Wirtschaft nicht lahmlegen, wie Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel befürchtet. Die leichten Einbußen, die der Ausstand verursacht, können die Unternehmen ohne große Probleme wegstecken. Schließlich geht es vielen von ihnen so gut wie selten. So betrachtet, gibt es eigentlich keinen besseren Zeitpunkt für Weiter lesen
-
Lob und Tadel für das Tarifgesetz
Streiks will die Regierung mit ihrem Gesetz zur Tarifeinheit einschränken. Darf sie das? Die wichtigsten Argumente pro und contra Vor dem großen Streik der Lokführergewerkschaft GDL debattierten am Montag Experten im Bundestag über das Tarifeinheitsgesetz der Bundesregierung. Die entscheidende Frage: Schränkt die Regierung die Handlungsfähigkeit und das Streikrecht kleiner Gewerkschaften wie der GDL zu sehr Weiter lesen
-
Mehr Geld für bayerisches Notstrom-Aggregat
Reserve-Kraftwerke wie die E.ON-Anlage Irsching können künftig mehr Geld erhalten Mit der Energiewende steigt der Anteil sauberen Stroms. Wie sehr dieser Wandel die alte Energiewirtschaft durcheinanderrüttelt, zeigt der Fall des Gaskraftwerks Irsching bei Ingolstadt. Obwohl hochmodern, verdient es kaum Geld. Die Betreiber, unter anderem E.ON und Mainova, wollen es abschalten. Das dürfen sie aber nicht, Weiter lesen
-
„Mehr Investitionen statt schneller Abbau von Schulden“
Die Bundesregierung solle mehr Geld ausgeben, damit Schulen, Straßen und Forschungsinstitute nicht vergammeln, sagt Ökonom Marcel Fratzscher Hannes Koch: Herr Fratzscher, der Staat, aber auch die Unternehmen investieren hierzulande zu wenig. Warum tut die Privatwirtschaft nicht mehr, um ihre Anlagen in Schuss zu halten? Marcel Fratzscher: Besonders die großen Firmen zieht es hinaus auf die Weiter lesen
-
Sollen Versicherungen Autobahnen finanzieren?
Vom Wirtschaftsministerium beauftragte Experten fordern mehr Geld für öffentliche und private Investitionen Mindestens fünf Milliarden Euro jährlich sollten die Städte und Gemeinden zusätzlich erhalten. Das hat die von SPD-Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel eingesetzte Expertenkommission zur „Stärkung von Investitionen in Deutschland“ am Montag vorgeschlagen. Das Geld könne aus den Kassen von Bund und Ländern kommen, sagte Kommissionschef Weiter lesen
-
Erfolg mit Startproblemen
100 Tage nach der Einführung des Mindestlohns gibt es nur wenige Beschwerden über Verstöße. Kontrolleure des Zolls drücken ein Auge zu. Der neue Mindestlohn in Deutschland scheint erfolgreich zu verlaufen, meinen viele Kenner des Arbeitsmarktes. „Ja, der Mindestlohn setzt sich durch“, sagt beispielsweise Reinhard Bispinck von der gewerkschaftsnahen Hans Böckler Stiftung. Schleswig-Holsteins Arbeitsminister Reinhard Meyer Weiter lesen
-
Coming-Out der Wachstumszweifler
Firmen bekennen, dass mehr Produktion nur mehr Probleme bringt Der kleine Betrieb bricht mit einem großen Prinzip. „Wachstum führt zu vielen unangenehmen Dingen“, sagt Herwig Danzer. Der Chef der Möbelmacher im bayerischen Kirchensittenbach erklärt, dass sein Unternehmen nicht wesentlich größer werden soll – im Widerspruch zum Wachstumsdogma der Marktwirtschaft. Zusammen mit zehn weiteren, ähnlich veranlagten Weiter lesen
-
„Es gibt Alternativen zur Wachstumsstrategie“
Brauerei-Eigentümer Härle versucht seine Firma stabil zu halten, ohne mehr Bier zu produzieren Hannes Koch: Unternehmen, die nicht wachsen, sterben, heißt es. Sie aber propagieren, Ihre Firma müsse nicht größer werden. Warum ist Ihnen das wichtig? Gottfried Härle: Weil ich im Wachstumsgebot eine falsche Zielsetzung sehe. Für uns kommt es in erster Linie darauf an, Weiter lesen
-
„Nicht alles, was Athen vorschlägt, ist unsinnig“
Wirtschaftsforscher Marcel Fratzscher plädiert für einen Kompromiss mit Griechenland Hannes Koch: Die neue griechische Regierung fordert Erleichterungen beim Sparprogramm. Die europäischen Institutionen wollen den harten Reformkurs dagegen beibehalten. Wie könnte ein Kompromiss aussehen? Marcel Fratzscher: Als Gegenleistung für europäische Hilfe muss Griechenland seinen Reformkurs fortsetzen und beschleunigen – nur dies kann das grundlegende Prinzip einer Weiter lesen
-
„Der Mindestlohn darf nicht steigen“
Ökonom Clemens Fuest begründet, warum eine Revision der griechischen Reformen und ein Schuldenschnitt falsch wären Hannes Koch: Die neue griechische Regierung hat die Privatisierung des Hafens von Piräus gestoppt. Nachvollziehbar: Warum soll man Anlagen verkaufen, die Jahr für Jahr Gewinne zugunsten des Staates erwirtschaften können? Clemens Fuest: Die umgekehrte Frage muss man stellen – warum Weiter lesen
-
Gewinnen und teilen
Kommentar zu Apple von Hannes Koch Gegen hohe Gewinne erfolgreicher Unternehmen ist nichts einzuwenden. Auch die 16 Milliarden Euro Quartalsprofit des Elektronikriesen Appel sind ein Ausdruck dessen, dass es der Firma und ihren MitarbeiterInnen gelingt, Produkte herzustellen, die viele Verbraucher gerne kaufen. So betrachtet kann man Apple gratulieren, dass der Konzern aus Kalifornien seit Jahrzehnten Weiter lesen
-
Die neuralgischen Punkte von Davos
Die Umverteilungsdebatte hat das Weltwirtschaftsforum berührt, aber nicht wirklich geführt Das rote Plastikarmband will nicht schließen. Vielleicht hätte die Schweizer Bank UBS doch etwas mehr Geld für das kleine Geschenk ausgeben müssen. Schließlich aber rastet der Mechanismus ein, und wird von nun an aufzeichnen, wieviele Kilometer der Korrespondent beim diesjährigen Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos zu Weiter lesen
-
„Mehr Flexibilität bei Maastricht“
Anleihekaufprogramm der EZB reiche nicht aus, sagt Ökonom Behravesh beim WEF in Davos Hannes Koch: Halten Sie das Anleihekaufprogramm, das die EZB am Donnerstag verkündet hat, für eine gute Entscheidung? Nariman Behravesh: Ja. Die USA, Großbritannien, Kanada und Japan haben solche Programme ebenfalls aufgelegt. Sie sind gut damit gefahren und haben ein höheres Wirtschaftswachstum ausgelöst Weiter lesen
-
Die ökonomischen Empfehlungen aus Davos
Was die Regierungen tun sollten, wenn die beim Weltwirtschaftsforum versammelten Experten das Sagen hätten Man möge sein Wort beim diesjährigen Weltwirtschaftforum in Davos nicht auf die Goldwaage legen, schickte David Rubenstein vorweg. Der Chef der US-Beteiligungs- und Investmentfirma Carlyle Group räumte ein, dass er 2014 an gleicher Stelle ziemlich danebengelegen habe. Weder habe er die Weiter lesen
-
Kommentar zum Staatsanleihekauf von Hannes Koch
Europa ist stärker geworden Wer kein Interesse an einer abermaligen Finanzkrise in Europa hat, freut sich über den Rat des Generalanwalts am Europäischen Gerichtshof. Die Europäische Zentralbank (EZB) darf demnach unter bestimmten Bedingungen Staatsanleihen von Euro-Mitgliedsländern aufkaufen, um diese und die gemeinsame Währung zu stabilisieren. Ein großer Brocken auf dem Weg der langsamen wirtschaftlichen Erholung Weiter lesen
-
"Das ist eine Frage der Solidarität"
Griechenland brauche einen Schuldenerlass, sagt Syriza-Chefökonom John Milios. Interview: Hanna Gersmann Herr Milios, mischt sich Bundeskanzlerin Angela Merkel in die Zukunft Griechenlands ein? John Milios: Deutschland ist das stärkste Land in der Europäischen Union, also akzeptieren alle, dass es die wichtigste Rolle spielt. Das Problem: Die Regierungschefs in den anderen EU-Ländern lehnen sich nicht gegen Weiter lesen
-
Kleine Schulden sind nicht schlecht
Kommentar zur Deflation von Hannes Koch Die gute Nachricht lautet: Das Leben der Verbraucher in Europa wird gegenwärtig etwas billiger, die Kaufkraft steigt. Denn nach Information des europäischen Statistikamtes gingen die Preisen im vergangenen Dezember leicht zurück. Aber die potenzielle schlechte Nachricht folgt auf dem Fuße: Setzt sich der Preisrückgang länger fort, könnten die Unternehmen Weiter lesen