Kategorie: Wirtschaft

  • Richtige Beschlüsse scheitern oft an nationalen Interessen

    Die G20 versuchen eine bessere Kontrolle der Finanzmärkte. Aber die Umsetzung bleibt lückenhaft Der Schock saß ihnen in den Knochen, als sich Obama, Merkel, Sarkozy & Co. im November 2008 in Washington trafen. Gerade war die US-Bank Lehman Brothers kollabiert, man redete über die „größte Weltfinanzkrise seit 1929“. Das war der Anlass für einige erstaunliche Weiter lesen

  • Der Euro ist über den Berg

    Euro-Gipfel: Ist das die Rettung? Ja, sagt Wolfgang Mulke Der Kraftakt der Euroländer ist im Gegensatz zu allen früheren Versuchen ein Durchbruch im Kampf gegen die Finanzkrise Europas. Spekulanten gegen einzelne Mitgliedstaaten wird das Leben erschwert. Das finanzielle Polster des Rettungsschirmes wirkt als wichtige Barriere. Und wenn es hart auf hart kommen sollte, könnte auch Weiter lesen

  • Die Krise ist noch nicht zu Ende

    Euro-Gipfel: Ist das die Rettung? Nein, schreibt Hannes Koch Das Primat der Politik, wie es Kanzlerin Angela Merkel gerne beschwört, müsste anders aussehen. Gemessen an dem Anspruch, die Handlungsfähigkeit der Demokratie gegenüber der Wirtschaft wiederherzustellen, sind die EU-Regierungen in der Nacht zum Donnerstag einiges schuldig geblieben. Man muss deshalb befürchten, dass die Krise noch nicht Weiter lesen

  • Was kommt nach der Rettung?

    Eigentlich müssten nicht nur die Staaten, sondern auch die Bürger sparen Mit Fantastillionen versuchen Angela Merkel und die anderen europäischen Regierungschefs der Schuldenkrise zu begegnen. Die Volksvertreter im Bundestag haben am Mittwoch zugestimmt. Ist damit jetzt endlich alles gut – oder gibt es etwa noch Fragen, die trotzdem der Klärung harren? Können wir weiter Schulden Weiter lesen

  • Wasserstoff als Treiber der Energierevolution

    Firma Enertrag – Windstrom wird zur Konkurrenz für die Grundlast-Kraftwerke der Konzerne „Klein-Sibirien“ nennt Jörg Müller seinen Landstrich. An diesem Dienstag Ende Oktober ist es erstaunlich kalt. Der Wind pfeift über das weite, flache Land der Uckermark. Gut für Müllers Firma Enertrag: Seine Windräder drehen sich im Akkord. Aber Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck friert. Ohne Weiter lesen

  • Verluste für die Bundesbürger bleiben gering

    Die bevorstehende Entwertung der griechischen Staatsanleihen kostet die Bundesbürger nicht viel Wenn Griechenland die Hälfte seiner Schulden erlassen bekommt, kann das auch Auswirkungen auf die finanzielle Lage der Bundesbürger haben. Weil Hellas jedoch ein kleiner Staat ist, sind auch die Folgen zunächst überschaubar. Welche Wirkung könnte der teilweise Schuldenerlass im Mittelmeerland für uns mit sich Weiter lesen

  • Das Urteil fällt sowieso

    Kommentar zum geplanten Ratingverbot von Hannes Koch Zutreffende Informationen kann man nur zeitweise unterdrücken. Deshalb mutet EU-Kommissar Michel Barniers Plan kurios an, den privaten Rating-Agenturen zu verbieten, Qualitätsurteile über Staatsanleihen herauszugeben. Schließlich spielen die marktbeherrschenden Rating-Agenturen eine in der Öffentlichkeit zwar oft umstrittenen, aber von vielen Investoren gewünschte Rolle. Sie sagen Kapitalgebern schlicht, mit welcher Weiter lesen

  • Die Wirklichkeit ist komplizierter als die Theorie

    Soll man Banken aufspalten? Das funktioniert nicht, sagt Ökonomin Schrooten In Politik und Wissenschaft umstritten ist die neue Forderung des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel zur Bankenreform. Um die Risiken im Bankengeschäft künftig einzudämmen, verlangt Gabriel, die transnational tätigen Banken aufzuspalten. Während die Bundesregierung den Vorschlag nicht rundheraus ablehnte, äußerten sich CDU- und FDP-Abgeordnete kritisch. Gabriel schwebt Weiter lesen

  • Spenden für die Banken

    Kommentar zur Bankenkrise von Hannes Koch Deutsche-Bank-Chef Ackermann findet den Plan falsch. Also ist er richtig. Die EU-Kommission verlangt, dass die Banken ihr Reservekapital aufstocken. Notfalls sollen sie auch Staatsgeld annehmen – und politische Mitsprache akzeptieren. Genau das lehnt Ackermann ab. Tatsächlich erscheint es absurd, dass die Regierungen den Großbanken erneut das Geld der Steuerzahler Weiter lesen

  • „Die Sorgen der Bürger ernster nehmen“

    MdB Gerhard Schick zur Kapitalismuskritik: „Grüne müssen selbstkritisch sein“ Hannes Koch: Die Regierungen stellen Hunderte Milliarden Euro für die Sanierung von Staaten und Banken zur Verfügung. Zur gleichen Zeit artikuliert sich in den USA eine neue Kapitalismus-Kritik. Auch in Frankfurt gibt es am Samstag eine Demonstration. Reagiert die Politik angemessen auf diese Spannung? Gerhard Schick: Weiter lesen

  • Kapitalismuskritik von unten und von oben

    Bei Linken und Konservativen ist es en vogue, in das Eigentumsrecht der Großbanken einzugreifen Nun dringt der Ruf des Protests gegen die Finanzkrise auch nach Deutschland. So etwas wie die New Yorker Bewegung „Besetzt die Wallstreet“ soll es ab Samstag auch in Frankfurt und Berlin geben – das jedenfalls wünscht sich die linke Organisation Attac Weiter lesen

  • Eltern fühlen sich allein gelassen

    Viele Mütter und Väter sehen sich bei der Bildung ihrer Kinder im Stich gelassen/ Vom Staat fordern sie mehr Unterstützung Fast alle Eltern sind sich einig: Eine gute Bildung ist die entscheidende Vorraussetzung für den beruflichen Erfolg ihrer Kinder. Doch gerade sozialschwachen Familien fällt es schwer, ihren Nachwuchs beim Vorankommen in der Schule zu unterstützen. Weiter lesen

  • Griechen helfen Griechen – soweit nötig

    Deutsch-Griechen bessern die gekürzte Rente ihrer in Athen lebenden Eltern auf. Aber nicht immer ist Hilfe gefragt „Ohne unsere Hilfe könnten meine Mutter und meine Schwester in Griechenland kaum existieren“, sagt der Berliner Georges Endres. Wegen der Krise schickt der Grundschullehrer seinen Angehörigen jetzt regelmäßig Geld. Viele Deutsch-Griechen handeln ähnlich: Sie unterstützen Familienangehörige, Freunde und Weiter lesen

  • Die dritte Umdrehung der Schuldenschraube

    Was die neuerliche Bankenkrise bedeutet – und wie die Politik gegensteuert Weil die Rating-Agentur Moody´s am Freitag zwölf britische und neun portugiesische Banken herabstufte, wird die Situation der europäischen Finanzhäuser insgesamt prekärer. Drei Jahre nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers ist eine neue Bankenkrise nicht unwahrscheinlich. Wie mag sich diese entwickeln, welche Auswirkungen hat sie Weiter lesen

  • Geldanlage: Sicher ist nicht gleich sicher

    Tages- oder Festgeld, Sparbuch oder Banksparplan: Auf diese Sparformen setzen Bankkunden hierzulande, wenn sie ihr Geld sicher anlegen möchten. Freilich, ein Vermögen lässt sich mit solch konservativem Anlagen nicht anhäufen. Im Falle einer Bankenpleite ist das Geld aber gut geschützt. Die Institute haben Sicherungssysteme eingerichtet. Dennoch würde manch Verbraucherschützer nicht jedem Geldhaus sein Erspartes anvertrauen.     Weiter lesen

  • Das Steve-Jobs-Prinzip

    Hoher Nutz- und Kulturwert, schlechte soziale Qualität – das ist das Geschäftsmodell von Apple Apple-Chef Steve Jobs hat das Leben vieler Menschen schlechter gemacht. Wie das? Der am Mittwoch verstorbene Konzernführer aus Kalifornien gilt als visionär und genial, weil er unsere Kommunikation, unsere Wissensverarbeitung und unseren Kulturgenuss veränderte. Für moderne Menschen trifft der abgewandelte Loriot-Spruch Weiter lesen

  • Wie das Füllhorn funktioniert

    Braucht der Fonds zur Euro-Stabilisierung mehr Geld – und was spricht dagegen? Weil das Haushaltsdefizit Griechenlands wächst anstatt zu schrumpfen, kommen zunehmende Zweifel auf, ob der Sanierungsplan für das Mittelmeerland funktioniert. Falls sich die Euro-Zone entgegen ihrem bisherigen Plan doch dafür entscheidet, die Hälfte der griechischen Schulden zu annulieren, könnten als Folge aber auch Italien Weiter lesen

  • iSklaven produzieren Apples iPhones

    Beschäftigte der neuen iPhone-Fabrik in China berichten über miese Bedingungen und überlange Arbeitszeiten. Derweil präsentiert Apple heute die nächste Version seines Verkaufsschlagers Bis zu 80 Überstunden leistet die 19jährige Arbeiterin pro Monat in der iPhone-Fabrik. Das hat sie den Autorinnen des neuen Berichts über die Arbeitsbedingungen bei Apple in China erzählt. Trotz mehrmaliger Versprechen des Weiter lesen