Kategorie: Wirtschaft

  • „Trotz allem nützt uns der Euro“

    Zur Not solle man dem Euro-Rettungsfonds noch mehr Geld geben, sagt Ökonom Rudolf Hickel Hannes Koch: Herr Hickel, diese Woche stimmt der Bundestag darüber ab, ob der Fonds zur Euro-Stabilisierung (EFSF) ausgeweitet wird. Würden Sie trotz der riesigen Summen immer noch sagen, dass Deutschland vom Euro profitiert? Rudolf Hickel: Unbedingt. Die Kosten eines Scheiterns der Weiter lesen

  • „Deutschland spielt eine aussichtsreiche Rolle“

    Europa wird führend sein in der „dritten industriellen Revolution“, sagt Jeremy Rifkin Hannes Koch: Herr Rifkin, in Ihrem neuen Buch über die „dritte industrielle Revolution“ schreiben Sie, Europa und besonders Deutschland könnten die Welt in ein neues Zeitalter führen. Wie das? In der gegenwärtigen Schuldenkrise droht Europa eher zu zerfallen, als eine globale Führungsrolle zu Weiter lesen

  • Der ultimative Trick

    Kommentar zum Euro-Stabilitätsfonds von Hannes Koch Es mutet an wie der neueste Trick, um die Pleite von Euro-Staaten zu vermeiden. Die EU erwägt, dem Euro-Stabilitätsfonds EFSF einen unbegrenzten Kredit bei der Europäischen Zentralbank einzuräumen. Damit, so die Überlegung, wäre die Schuldenkrise endlich beendet. Der EFSF, über den diese Woche der Bundestag entscheidet, hätte so viel Weiter lesen

  • Banken reduzieren die Einlagensicherung

    Kein Zusammenhang zur aktuellen Krise / Garantien für Sparer weltweit am höchsten „Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlage sicher sind. Auch dafür steht die Bundesregierung ein.“ (Angela Merkel, 2008) „Dem ist kein Wort hinzuzufügen.“ (Bundespresseamt, September 2011) Die privaten Geldhäuser wollen die Garantien für Spareinlagen im Falle von Insolvenzen langfristig deutlich verringern. Weiter lesen

  • Unsensibel

    Kommentar Für seine jüngste Mitteilung hat sich der Bankenverband den denkbar schlechtesten Zeitpunkt ausgesucht. Die Privatbanken wollen die Garantien für Spareinlagen absenken. Das schafft nicht gerade Vertrauen an einem Tag, dessen Schlagzeilen auch von wachsenden Problemen der Finanzwirtschaft geprägt sind und ein Konzern wie Siemens sein Vermögen lieber bei einer Zentralbank als bei einer Privatbank Weiter lesen

  • Im Land der Zufriedenen

    Studie: So glücklich wie schon lange nicht mehr – das sind die Menschen hierzulande/ Gesundheit ist Glücksbringer Nummer eins Die Lebenszufriedenheit konnte die Finanzkrise nur wenig trüben. Das geht aus dem „Glücksatlas 2011“ hervor. „Die Deutschen sind heute so zufrieden wie in den letzten zehn Jahren nicht mehr“, sagt Bernd Raffelhüschen, Studienleiter und Professor an Weiter lesen

  • „Weniger Wachstum, aber keine Rezession“

    Ein Konjunkturprogramm könne Griechenland helfen, nicht Deutschland, so DIW-Ökonom Dreger Hannes Koch: Die Deutschen haben sich endlich mal entspannt. Weil die Wirtschaft gut läuft und es zusätzliche Arbeitsplätze gibt, sind sie nicht mehr so ängstlich, haben Umfragen im Sommer ergeben. Doch jetzt soll alles schon wieder vorbei sein. Kommt die nächste Wirtschaftskrise? Christian Dreger: Nein. Weiter lesen

  • Eurofonds schon fast Vergangenheit

    Anhörung im Bundestag: Was kommt, wenn der EFSF zu klein wird? 440 Milliarden Euro sind eine erstaunlich große Summe. Bevor der Europäische Stabilisierungsfonds darüber verfügen kann, muss der Bundestag zustimmen. Am Montag ließen sich die Abgeordneten des Haushaltsausschusses deshalb unter anderem von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann über das Für und Wider unterrichten. Dabei wurde klar, dass Weiter lesen

  • Griechenlands Schulden sind zu hoch

    Ökonomen der Uni Kiel bezweifeln, dass sich Athen sanieren kann. Sie raten zur Umschuldung Ist Griechenland noch zu retten? Nein, nicht auf dem bisherigen Wege, argumentieren die Ökonomen David Bencek und Henning Klodt. Die Forscher des Kieler Instituts für Weltwirtschaft schreiben: „Die staatliche Überschuldung hat ein Ausmaß erreicht, das nicht mehr beherrschbar ist. An einem Weiter lesen

  • Geldinstitute verweigern Auskunft über Provisionen

    Verbraucherschützer: Banken verschweigen Zuwendungen, die sie für die Vermittlung von Wertpapieren erhalten Das Wohl ihrer Kunden scheint den Banken auch drei Jahre nach dem Lehman-Crash nicht sonderlich am Herzen zu liegen. Die meisten Geldhäuser weigern sich, Provisionen, die sie für Wertpapiergeschäfte einstreichen, offen zu legen – obwohl sie dazu verpflichtet sind. Das ist das Ergebnis Weiter lesen

  • Wenig Eigenkapital, hohes Risiko

    Drei Jahre Lehman-Crash: Die internationalen Banken arbeiten noch immer vor allem mit geliehenem Geld. Um die Gefahren zu reduzieren, fordern Ökonomen höhere Eigenkapitalquoten Wenn ein typisches deutsches Industrieunternehmen eine Produktionsanlage kauft, um Windeln, Sonnenkollektoren oder Autoteile herzustellen, leiht es sich rund zwei Drittel des benötigten Geldes. Ein Drittel des Investitionskapitals gehört der Firma selbst. Wenn Weiter lesen

  • Die Euro-Bundesbank

    Kommentar zum Personalwechsel in der EZB von Hannes Koch Die Europäische Zentralbank steht zwar in Frankfurt am Main, aber nicht unter unumschränkter deutscher Herrschaft. Dass der deutsche EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark seinen Abschied nimmt und kürzlich bereits Ex-Bundesbank-Chef Axel Weber vorzeitig zurücktrat, sind Zeichen, dass sich die Deutschen in der europäischen Notenbank nicht immer so durchsetzen Weiter lesen

  • Starker Abgang, schwacher Euro

    Chefvolkswirt Stark verlässt die Europäische Zentralbank. Möglicher Nachfolger ist Staatssekretär Asmussen Jürgen Stark, der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank, gibt seinen Posten auf. Möglicherweise wird ihm Staatssekretär Jörg Asmussen aus dem Bundesfinanzministerium nachfolgen. Den Abgang Starks bestätigte die EZB am Freitag Nachmittag. Über Asmussen hieß es in Berliner Regierungskreisen, diese Lösung klinge plausibel. Starks Abschied könnte Weiter lesen

  • Strompreis könnte steigen

    Netzfirmen dürfen einen Puffer anlegen, um Ökoenergie auszugleichen Eine neuerliche Erhöhung des Strompreise könnte auf die Bundesbürger zukommen. Die Berechnungen von Netzbetreibern wie der 50Hertz Transmission GmbH deutet auf eine Preissteigerung von 0,35 Cent pro Kilowattstunde hin. Für einen Durchschnittshaushalt mit vier Personen würde dies etwa einen Euro pro Monat bedeuten. Die mögliche Erhöhung steht Weiter lesen

  • Europa ist eine Schnecke

    Kommentar zum Euro-Urteil des Bundesverfassungsgerichts von Hannes Koch Die Bundesregierung kann erst einmal aufatmen. Und auch die Bürger dürfen beruhigt sein. Beiden hat das Bundesverfassungsgericht gedient, indem es die Euro-Rettung einerseits für rechtens erklärte, andererseits aber an strenge demokratische Voraussetzungen band. Allerdings enthält der Richterspruch auch einen nationalstaatlichen Ton, der die Fortentwicklung Europas hemmt und Weiter lesen

  • „Die Grenze ist erreicht“

    Die finanzielle Belastung durch die Euro-Rettung dürfe nicht mehr steigen, sagt Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin. Hannes Koch: Sie haben Interesse, 2013 Bundesfinanzminister einer neuen rot-grünen Regierung zu werden. Was würden Sie angesichts der aktuellen Griechenland-Krise tun, wenn Sie die Aufgabe bereits hätten? Jürgen Trittin: Ach was. Da schreibt man als Fraktionsvorsitzender mit Kollegen ein Papier zur Weiter lesen

  • Entwickelt sich Europa zur neuen Sowjetunion?

    Die Kläger vor dem BVG gegen die Euro-Rettung ziehen alle Register Der Kampf um den Euro nimmt an Schärfe zu – nicht nur ökonomisch, auch rhethorisch. Wirtschaftsprofessor Wilhelm Hankel, der vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Griechenland-Hilfe klagt, bezeichnete Europa am Montag als „Sowjetunion light“. Finanzminister Wolfgang Schäuble titulierte Hankel als „lupenreinen Demokraten“ – in Anspielung Weiter lesen

  • Was wäre, wenn…

    … die Griechen doch wieder zur Drachme zurückkehren? In den Verträgen zum Euro ist der Austritt eines Mitgliedslandes gar nicht vorgesehen. Bei einem extrem hohen politischen oder ökonomischen Druck und dem unbedingten Willen eines Staates würde die Eurozone wohl einen Austritt Griechenlands ermöglichen. Dieser Schritt hätte in mehrerer Hinsicht gravierende Folgen. Zunächst einmal könnten die Weiter lesen