Kategorie: Wirtschaft

  • Vom Lastenträger zum Euro-Beschützer

    Wenn Kanzlerin-Berater Jens Weidmann Bundesbank-Präsident wird, verbindet er geldpolitische Stabilitätsorientierung mit europäischem Pragmatismus Angela Merkels wichtigster Mann lehnt irgendwo hinten an der Kabinenwand und steuert nur kurz ein Info-Detail bei, wenn die Kanzlerin ihn anspricht. Dann verschwindet Jens Weidmann bald und liest noch ein paar Akten. So war es oft, wenn Merkel auf dem Rückflug Weiter lesen

  • Kleines Geld siegt gegen große Politik

    Berliner bringen per Volksentscheid Licht in dunkle Wassergeschäfte / Bundesweit haben die Bürger von der Privatisierung der Daseinsvorsorge die Nase voll Ganze 12.000 Euro hat der Berliner Wassertisch eingesammelt und damit die Kampagne für einen erfolgreichen Volksentscheid geführt. Seit diesem Sonntag kann sich die Bürgerinitiative als Sieger fühlen. Denn fast 670.000 Berliner gingen an die Weiter lesen

  • Die gemeinsamen Schulden Europas

    Der neue Europäische Währungsfonds könnte nationale Schulden vergemeinschaften. Kritik der Bundesregierung Europa bereitet sich darauf vor, gemeinsame Schulden aufzunehmen. Ab 2013 soll der Europäische Stabilitätsmechanismus klammen Mitgliedern aus der Krise helfen. Heute beraten darüber die Finanzminister. Unsere Zeitung beantwortet die wichtigsten Fragen. Kommt der Europäische Währungsfonds? Ja, ab 2013 bekommt Europa eine Institution, die dem Weiter lesen

  • Der schnelle Rückzug des Bundesbank-Chefs

    Axel Weber wird seine Amtszeit als Präsident der Bundesbank nicht erfüllen und schon zum 30. April abtreten. Kanzlerin Merkel fehlt jetzt wohl auch ein aussichtsreicher Kandidat für den Chefsessel der Europäischen Zentralbank Für Kanzlerin Angela Merkel brachte das Gespräch am Freitag Nachmittag ein negatives Ergebnis. Die wortkarge Erklärung des Kanzleramtes enthielt denn auch nur die Weiter lesen

  • „Stiftung Warentest für Finanzprodukte“

    FDP-Finanzsprecher Volker Wissing im Interview: Die Koalition will eine unabhängige Institution gründen, um privaten Geldanlegern zu helfen. Dennoch „hat in der Marktwirtschaft jeder das Recht, pleite zu gehen“, so Wissing Hannes Koch: Um private Kapitalanleger vor schlechten Finanzprodukten und unzureichender Beratung zu schützen, will die Koalition eine Stiftung einrichten. Was soll diese neue Institution leisten? Weiter lesen

  • Mr. Hartgeld sucht seine Zukunft

    Bundesbank-Vorstand Axel Webers Chancen, Chef der Europäischen Zentralbank zu werden, sinken. Vermutungen über Wechsel zur Deutschen Bank Der Chef der Deutschen Bundesbank kommt im Ausland nicht immer gut an. Diese Hypothek seines Amtes belastet auch Axel Weber, der gerne Vorstand der Europäischen Zentralbank geworden wäre. Damit scheint es nun vorbei zu sein. Die Nachrichtenagentur Reuters Weiter lesen

  • Mehr Zeit, nicht nur Flexibilität

    Kommentar zu familienfreundlichen Arbeitszeiten von Hannes Koch Mit technischen Innovationen haben deutsche Unternehmen in der Regel keine Probleme, mit sozialen Neuerungen schon. Angeblich 96 von 100 Firmen böten ihren Beschäftigten familienfreundliche Arbeitszeiten an, sagte zwar der Wirtschaftsverband Gesamtmetall, bevor er sich am Dienstag mit Kanzlerin Angela Merkel zu diesem Thema traf. Die alltäglichen Beschwerden der Weiter lesen

  • Die europäischen Bürger sollen sparen

    Wozu würde eine gemeinsame Wirtschaftsregierung der Europäischen Union dienen? Arme Staaten würden konkurrenzfähiger, aber auch deutsche Beschäftigte stünden unter größerem Druck. Eine Analyse Deutschland ist das Vorbild Europas. So lautete die Botschaft, mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel am Freitag zum Europäischen Rat nach Brüssel reiste. Sie erklärte, schwächere Staaten wie Griechenland oder Spanien stärken zu Weiter lesen

  • DIW nach Rücktritt kopflos

    Präsident Zimmermann wirft das Handtuch / Forschungsinstitut in Schwierigkeiten Das renommierte Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) muss sich einen neuen Chef suchen. Nach langen Querelen warf der bisherige Präsident Klaus Zimmermann nun das Handtuch. Er habe sein Amt zur Jahresmitte 2011 zur Verfügung gestellt, heißt es in einer Mitteilung des DIW-Kuratoriums. „Die wissenschaftlichen Arbeiten und Weiter lesen

  • Die Staatsinsolvenz kommt

    Leitartikel zum Weltwirtschaftsforum in Davos von Hannes Koch Im Phrasendreschen ist das Weltwirtschaftsforum von Davos wieder ganz groß. „Gemeinsame Werte für eine neue Realität“ hat WEF-Gründer und Chef Klaus Schwab als Motto des diesjährigen Weltgipfels der Manager und Top-Politiker ausgegeben. Schwab hat eine unnachahmliche Art, die Soße der schönen Formulierung über alle Konflikte zu gießen Weiter lesen

  • Konzern-Kritiker vergeben Schmäh-Preis

    Bei der Wahl zum „übelsten Unternehmen des Jahres“ steht der finnische Bio-Diesel-Hersteller Neste Oil an der Spitze der Internetabstimmung – gefolgt von BP und dem Zigarettenkonzern Philipp Morris. Die Negativ-Auszeichnung verleihen Firmen-Kritiker anläs Die Konzern-Kritiker versuchen der globalen Manager-Elite die Show zu stehlen. Ihren Negativ-Preis an das „übelste Unternehmen des Jahres“ verleihen Alternativ-Aktivisten am kommenden Weiter lesen

  • Deutschland wird in Davos kritisiert

    Euro-Krise und Staatsschulden sind zentrale Themen beim Weltwirtschaftsforum 2011 in der Schweiz. Ökonom Nouriel Roubini kritisiert deutsche Sparsamkeit Deutsche Politiker werden beim diesjährigen Weltwirtschaftsforum von Davos unter besonderer Beobachtung stehen. Der Weltgipfel der globalen Management- und Politik-Elite, der am Mittwoch in dem Schweizer Nobel-Skiort beginnt, war in den vergangenen Jahren für deutsche Vertreter eher unproblematisch Weiter lesen

  • Der sinkende Stern der USA

    Washington bittet Peking um Zugeständnisse, um der US-Wirtschaft zu helfen. US-Finanzminister Geithner warnt vor dem Staatsbankrott Amerikas. Wie labil ist die Lage der USA? Die USA sind wirtschaftlich und politisch angeschlagen. Das kam zum Ausdruck in den Unstimmigkeiten zwischen US-Präsident Barack Obama und Staatspräsident Hu Jintao beim Besuch des Chinesen in Washington am Mittwoch. Zudem Weiter lesen

  • „Das 3-Liter-Auto wird der Standard sein“

    Was macht die Autoindustrie? Der Autoindustrie geht es dank eines boomenden Exportgeschäfts wieder glänzend. Doch der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, warnt vor Risiken, die den Aufschwung gefährden können. Frage: Experten prophezeien stark steigende Ölpreise. Müssen die Autofahrer bald zwei Euro für den Liter Sprit bezahlen? Matthias Wissmann: Die Mineralölindustrie erkennt hoffentlich, Weiter lesen

  • Regierung erwägt größeren Euro-Schirm

    Nach EU-Aufforderung müssen sich Union und FDP positionieren. Neues Rettungskapital: mindestens eine Billion Euro Die Bundesregierung erwägt, den Euro-Rettungsschirm über die bisherigen 750 Milliarden Euro hinaus aufzustocken. Nach Informationen dieser Zeitung steht das Bundesfinanzministerium Wolfgang Schäubles (CDU) dem Vorhaben näher als Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP). Am Mittwoch haben EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und Währungskommissar Olli Weiter lesen

  • Agrarfabriken für preisgünstige Nahrungsmittel

    Trotz Dioxin-Skandal: Ohne die industrielle Landwirtschaft wird es wohl nicht gehen Der Skandal um das giftige Dioxin in Hühner-Eiern und Schweinefleisch hat die Debatte über die Agrarfabriken neu entfacht. 300 Wissenschaftler fordern den Ausstieg aus der Massentierhaltung. Aber kann Deutschland überhaupt ohne industrielle Landwirtschafts- und Lebensmittelbetriebe auskommen? Brauchen wir die industrielle Landwirtschaft? Ja, sieben Milliarden Weiter lesen

  • Portugal – die dritte Runde der Euro-Krise

    Die Situation des südeuropäischen Landes wird prekärer. Bundesregierung erwägt verstärkten europaweiten Kauf von Staatsanleihen bedrohter Länder. Wirtschaftsminister Brüderle warnt vor Schulden und plädiert für Staatspleite Die Euro-Krise verschärft sich erneut. Nach Griechenland und Irland geht es diesmal um Portugal. Die Frage ist, ob die portugiesische Regierung ausreichende Mengen Geldes am internationalen Kapitalmarkt aufnehmen kann, ohne Weiter lesen

  • Private Kapitalgeber sollen haften

    Einen europaweiten Notfallplan gegen Bankenkrisen stellt EU-Kommissar Barnier zur Diskussion. Nicht die Steuerzahler, sondern die Investoren sollen Verluste tragen. Kritik des Bankenverbandes 2.000 Milliarden Euro – diese kaum vorstellbare Summe haben die Steuerzahler Europas während der Finanzkrise aufgebracht, um kranke Banken vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Das entspricht etwa 13 Prozent der gesamten EU-Wirtschaftsleistung eines Weiter lesen