Kategorie: Wirtschaft

  • Die europäische Bankenaufsicht kommt

    Ähnlich wie Präsident Obama nimmt die EU-Kommission Finanzinstitute an die Kandare Nicht nur US-Präsident Barack Obama, auch die Europäische Union schmiedet das Eisen, so lange es heiß ist. Als Reaktion auf die Finanzkrise peilen Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) und seine EU-Kollegen an, bis 2010 eine gemeinsame Aufsicht über Banken, Versicherungen, Hedgefonds und Rating-Agenturen einzuführen. Das Weiter lesen

  • Sparkassen lehnen umfangreiche Haftung ab

    Institute fürchten hohe Belastung, falls sie für die Verluste der Landesbanken voll aufkommen müssten. Kritik an Bundesfinanzminister Peer Steinbrück Die Sparkassen warnen davor, ihre Kredite an mittelständische Unternehmen reduzieren zu müssen. Dies sei eine mögliche Folge des Gesetzes, mit dem die Bundesregierung die Landesbanken von verlustbringenden Wertpapieren entlasten will. „Jeder Euro kann nur einmal ausgegeben Weiter lesen

  • Die Landesbanken müssen schrumpfen

    Bis Ende 2010 werden höchstens drei fusionierte Institute überleben. Einigung von Ländern und Bund. Abwicklungsanstalten sollen ganze Geschäftsbereiche liquidieren. Brüssel und Berlin nutzen die Finanzkrise als Hebel Vielen Beschäftigten der Landesbanken geht es bald ähnlich, wie ostdeutschen Kombinatsarbeitern nach der Wende. Ihre Arbeitsplätze werden abgewickelt. Das ist die Folge des Gesetzes zur Finanzmarktstabilisierung, welches das Weiter lesen

  • Schluss mit der Kleinstaaterei

    Kommentar von Hannes Koch Die Schrumpfung der Landesbanken scheint beschlossene Sache. Tausende von gutbezahlten Bankangestellten müssen damit rechnen, in den kommenden Jahren abgewickelt zu werden. Bislang allerdings ist die gestern besiegelte Einigung zwischen Bund, Ländern und EU wenig mehr als ein Formelkompromiss. Was praktisch daraus wird, steht in den Sternen. Klar sind zwei Dinge. Erstens Weiter lesen

  • Der Markt entscheidet

    Arcandor – Kommentar von Hannes Koch Wer sich nicht selbst hilft, dem kann nicht geholfen werden. Dieser Satz klingt hart, im Wirtschaftsleben aber trifft er meist zu. Die Milliardärin Madeleine Schickedanz, die übrigen Aktionäre, sowie die Bank Goldman Sachs glaubten nicht an das Unternehmen. Sie waren nicht bereit, das notwendige Geld zur Verfügung zu stellen, Weiter lesen

  • Zukunft finanzieren, nicht Vergangenheit

    Kommentar von Hannes Koch Die Bundesregierung hält dem Druck von Arcandor stand – vorläufig. Noch wurde dem kriselnden Unternehmen keine Staatshilfe gewährt. Und das ist richtig. Denn vieles deutet daraufhin, dass der angeschlagene Handelskonzern pokert. Die Eigentümer um die Milliardärin Madeleine Schickedanz können und sollten ihre Firma selbst über die Runden retten. Trotzdem steckt die Weiter lesen

  • Anfang vom Ende der Landesbanken

    Ministerpräsidenten einigen sich auf Neuordnung und Verkleinerung der Institute. Rüttgers sieht „Durchbruch“. Neue Abwicklungsanstalt des Bundes soll den Landesbanken ihre faulen Wertpapiere abnehmen Rund um den Globus ist die Westdeutsche Landesbank an vielen Orten vertreten. 28 Filialen unterhält die WestLB im Ausland, weitere elf Niederlassungen in Deutschland. Eine ganze Reihe dieser Standorte aber wird das Weiter lesen

  • Wirtschaftsverbände betreiben Schwarzmalerei

    Die meisten Firmen erhalten weiterhin die benötigten Kredite, wissen die regionalen Industrie- und Handelskammern. Der Spitzenverband DIHK warnt dagegen vor einer massiven Kreditklemme Mit ihren düsteren Prognosen für dieses Jahr stehen die Spitzenverbände der Wirtschaft weitgehend alleine da. Vor einer massiven Kreditklemme zu Lasten der Unternehmen warnt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Doch die Weiter lesen

  • Opel-Beschäftigte als Miteigentümer

    Betriebsräte und IG Metall wollen mit Magna über eine Kapitalbeteiligung der Beschäftigten verhandeln. Wie soll das Modell funktionieren? Sollte Opel überleben, werden die Beschäftigten zehn Prozent am neuen Unternehmen besitzen. Das haben die Bundesregierung, der Investor Magna und GM beschlossen. Die Gewerkschaft IG Metall ist zu diesem Experiment grundsätzlich bereit – geht damit aber auch Weiter lesen

  • Mit Steuergeschenken gegen die Krise

    Die große Koalition öffnet Steuerschlupflöcher, die sie erst 2008 geschlossen hat Die Wirtschaftskrise macht es möglich. Union und SPD wollen Steuervergünstigungen für Unternehmen wieder einführen, die sie erst vor kurzem abgeschafft haben. Union und SPD hätten sich „darauf verständigt, dass wir im Bereich der Unternehmensteuerreform zu deutlichen Korrekturen kommen“, sagte CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer am Dienstag. Weiter lesen

  • Die neuen Krisen-Aktionäre

    Die IG Metall fordert, die Beschäftigten am Besitz von Opel, Daimler und Schaeffler zu beteiligen. Eine mutige, aber auch risikoreiche Strategie. Die Finanz- und Wirtschaftskrise verändert vieles – auch das Verhältnis zwischen Kapital und Arbeit. In bislang unbekannter Deutlichkeit fordern jetzt deutsche Gewerkschafter den Mitbesitz der Beschäftigten an einzelnen Unternehmen ein. „Verzicht gegen Besitz“, verlangte Weiter lesen

  • Im Eiltempo auf das Abstellgleis

    Kahlschlag im Bahnvorstand nach Datenaffäre / Bespitzelung ging weiter als bekannt / Grube will Neuanfang starten Personalchefin Margret Suckale, Logistikvorstand Norbert Bensel und der Leiter des politischen Ressorts, Otto Wiesheu, müssen gehen, weil die Missstände in ihren Verantwortungsbereich entstanden sind. Dazu gibt der frühere Gewerkschaftschef Norbert Hansen seine Spitzenposition bei der Bahn auf, aus anderem Weiter lesen

  • Die Aktionäre sollen für die Verluste aufkommen

    Regierung will die Gründung „schlechter Banken“ ermöglichen, die den Instituten die wertlosen Papiere abnehmen Was beschließt das Kabinett am Mittwoch? Auf der Tagesordnung steht der Versuch, eines der größten Probleme zu lösen, die die Finanzkrise aufgeworfen hat. Mit dem Gesetz, das die Mitarbeiter von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) ausgearbeitet haben, will die Regierung die Gründung Weiter lesen

  • Der Druck lässt nach

    Kommentar von Hannes Koch zum Steueroasen-Gesetz Die Wirtschaftsnachrichten werden wieder besser. Manche Branchen melden mehr Aufträge, irgendwann wird die Krise vorbei sein. Die relative Entspannung vermindert aber auch den Druck, das marode Finanzsystem gründlich zu reformieren. Zu besichtigen war das gestern im Bundestag, als die Regierungskoalition ein weitgehend wirkungsloses Gesetz gegen Steuerhinterziehung auf den Weg Weiter lesen

  • Bundestag beschließt nicht anwendbares Gesetz

    Union verhindert wirksame Bekämpfung von Steuerflucht Steueroasen haben keinen guten Leumund. Staaten wie die Schweiz oder Liechtenstein, die schon früher Steuerflucht unterstützten, stehen jetzt unter Druck. So debattierte der Bundestag am Donnerstag den Gesetzentwurf zur „Bekämpfung von Steuerhinterziehung“. Klingt gut, hat aber einen entscheidenden Schönheitsfehler: Das Gesetz kann nicht angewendet werden. Als „zahnlosen Tiger“ bezeichnen Weiter lesen

  • Verstaatlichung ohne Enteignung

    Bund besitzt mittlerweile 45 Prozent der Pleite-Bank HRE. Enteignung von US-Investor Flowers möglicherweise unnötig. Untersuchungsausschuss startet Aufklärung der Bank-Katastrophe Die Verstaatlichung der Münchner Pleitebank Hypo Real Estate rückt näher. Nach Informationen der Deutschen Presseagentur hielt der Bund am Mittwoch rund 45 Prozent der HRE-Aktien. Damit könnte die Regierung die marode Bank komplett übernehmen, ohne die Weiter lesen

  • Vorstände haften, Investmentbanker nicht

    Union und SPD verschärfen die Schadenshaftung für Topmanager. Die bestbezahlten Banker bleiben aber außen vor Vorstandsmitglieder von Banken und anderen Konzernen sollen künftig eher für Schäden haften. Das wollen Union und SPD als Reaktion auf die Finanzkrise im Aktiengesetz festlegen. Die große Koalition geht allerdings nicht so weit, wie es möglich wäre. Ausschließlich die Vorstandsmitglieder Weiter lesen

  • Zündeleien

    Kommentar DGB-Chef Michael Sommer zündelt gefährlich, wenn er vor sozialen Unruhen in Deutschland als Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise warnt. In vielen anderen Ländern, auch in Frankreich oder Italien, ist die Lage der Arbeitnehmer deutlich prekärer. Dort sind der Zorn und sie Sorgen deshalb verständlicherweise größer. Es gibt derzeit keinen Grund zu der Annahme, dass Weiter lesen